Schnelles Internet: Daran führt heutzutage kein Weg mehr vorbei. Der symbolische Spatenstich in Schopfloch unterstrich das. Foto: Monika Schwarz

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde in Schopfloch der Startschuss für das schnelle Internet gesetzt. 240 Gebäude entlang der Strecke werden profitieren.

Vertreter des Innenministeriums, der Fördermittelgeber, der künftigen Netzbetreiber, der ausführenden Baufirma sowie der Kommune und des Landratsamts waren gekommen, um das Ereignis gemeinsam zu feiern. Bürgermeister Thomas Staubitzer bedankte sich bei allen Beteiligten für das Engagement.

 

Ein Förderbescheid über mehr als sechs Millionen Euro für den Landkreis Freudenstadt sei erst am Montag zuvor gemeinsam mit der OEW Breitband im Innenministerium in Empfang genommen worden. Auch Schopfloch werde davon in der Größenordnung von mehreren einhunderttausend Euro profitiert.

Staubitzers Dank galt neben dem Land auch dem Bund für die Bereitstellung weiterer Fördermittel. Nur so sei es möglich gewesen, das Projekt mit einem Eigenanteil von knapp 850 000 Euro zu stemmen. „In den heutigen Zeiten, in denen man sparen und jeden Cent doppelt umdrehen muss, ist das schon eine Hausnummer“, sagte Staubitzer.

Eine schnelle Internetverbindung gehöre heute zwingend zur guten Infrastruktur einer Gemeinde und sei ein wichtiger Standortfaktor. Als Vater dreier Kinder wisse er, wovon er spreche. Er dankte auch dem Gemeinderat für die weitblickende Entscheidung.

Zehn Kommunen im Kreis

Katharina Manthey vom Innenministerium Baden-Württemberg bedankte sich bei Staubitzer für den Mut und die Bereitstellung der finanziellen Mittel. Schnelles Internet werde immer wichtiger. Susanne Menzel vom weiteren Fördermittelgeber PWC wünschte ein gutes Gelingen und einen weiterhin schnellen Ausbau.

Glückwünsche gab es auch von Stefan Herzhauser von der OEW Breitband. Nicht nur in Schopfloch, sondern auch in den umliegenden Gemeinden werde der Glasfaserausbau in nächster Zeit zügig voranschreiten. Insgesamt hätten sich zehn Kommunen im Landkreis entschieden, den geförderten Ausbau mit der OEW Breitband umzusetzen.

240 Gebäude angeschlossen

Christina Dingler vom Ingenieurbüro Gall & Gärtner hatte Zahlen und Fakten mitgebracht. Bereits ab 2021 seien Tiefbauarbeiten für die Nahwärme umgesetzt worden. Von den 300 Gebäuden entlang der Nahwärmetrasse seien zwischenzeitlich 240 Gebäude an das Glasfasernetz angeschlossen. „Im jetzt ausgebauten Bereich haben wir damit eine Anschlussquote von 80 Prozent“, so Dingler erfreut. Bundes- und landesweit lägen die Anschlussquoten deutlich darunter.

Haushalte mit Licht fluten

Gemeinsam mit der Firma Wend würden in den kommenden Wochen zwölf Kilometer Glasfaser-Stammkabel und fünf Kilometer Hausanschluss-Glasfaserkabel eingeblasen. Christof Joos von der Firma Stiegeler aus Schönau (Netzbetreiber) freut sich darauf, die Schopflocher Haushalte mit Licht zu fluten und die Signale für das schnelle Internet zur Verfügung zu stellen. Zu erleben, dass Gemeinden im ländlichen Raum diesen Schritt unternehmen, sei immer etwas besonderes. Deutschlandweit gebe es da noch „viel Luft nach oben“. Schopfloch werde, was die Geschwindigkeiten anbelangt, künftig jedenfalls ganz weit vorne liegen.

Yannick Höschele von der Sparkassen IT, die als Netzbetreiber Anbieter für die Geschäftskunden ist, stellte klar, künftig auch für den guten Zustand der passiven Infrastruktur verantwortlich zu sein. Auch sein Unternehmen werde alles daran setzen, den Netzbetrieb zügig zu starten.

Das brauchen Bürger, um das schnelle Internet nutzen zu können

Nutzung
 Um nach Abschluss der Ausbauarbeiten schnell, stabil und nachhaltig surfen zu können, benötigen die Haushalte im Ort neben dem Hausanschluss eine entsprechende Hausverkabelung. Bei der Installation kann ein Elektriker behilflich sein. Zusätzlich ist der Abschluss eines Signalliefervertrags für Internet über Glasfaser erforderlich. Die Firma Stiegeler bietet auch für Privathaushalte Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 1Gbit/s an. Telefonie mit Festnetzflatrate ist in jedem Tarif enthalten. Es besteht die Option, Fernsehen in Form von waipu.tv (IPTV) hinzu zu buchen. Sobald das Netz bereit ist für die Inbetriebnahme, wird Stiegeler eine Informationsveranstaltung anbieten.