Setzen alles in Gang, damit die Mbits künftig schneller fließen: Timotheus Tschurilow (von links), Kristian Karadza, Marko Sucic, Czeslaw Stolz, Marek Stolz, Silvie Lamla, Torsten Heide Oberbürgermeister Jürgen Roth und Heiko Zorn Foto: Marina Schölzel

Zum offiziellen Spatenstich anlässlich des Glasfaser-Ausbauprojekts am Vorderen Eckweg in Villingen und am Deutenberg-Gymnasium in Schwenningen lud der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar ein. 2025 soll es für die Anwohner in den betroffenen Gebieten schnelleres Netz geben.

2025 soll es für die Anwohner in den betroffenen Gebieten schnelleres Netz geben.

 

Anstelle eines traditionellen Spatenstichs gab es am Mittwochmorgen bei fröhlichem Sonnenschein einen „Baggerstich“ auf dem Parkplatz der Deutenbergschulen in Schwenningen.

Grund für die Aktion war der Start eines der, nach Angaben des Zweckverbandes Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar, „größten Ausbaugebiete“ im Stadtgebiet Villingen-Schwenningen.

Im Villinger Gebiet Vorderer Eckweg Richtung Haslachschule und in Schwenningen am Gymnasium am Deutenberg Richtung Gewerbegebiet Bettelen und Grabenäcker stehen nun Tiefbauarbeiten für die Breitbandversorgung an.

Beim Deutenberg freut man sich über den Anschluss

„Sehr zufrieden“ zeigt man sich seitens des Zweckverbandes über die Resonanz der Grundstücksbesitzer, die nun an die Glasfaserverbindung angebunden werden, wie die Pressesprecherin des Zweckverbands, Katrin Merklinger, im Gespräch äußert. Gerade im Bereich des Deutenbergs seien die Anwohner „sehr scharf“ auf das Glasfasernetz gewesen, „ständig gab es Rückfragen, wann es denn nun endlich soweit sei“, schmunzelt Merklinger.

Legt beim „Spatenstich“ selbst Hand an: Oberbürgermeister Jürgen Roth. Foto: Marina Schölzel

Insgesamt seien 560 Eigentümer für den Zweck angefragt worden, etwa die Hälfte habe sich für einen Glasfaseranschluss oder eine sogenannte „Ablage“ entschieden.

Grundstücksbesitzer können sich bereits im Zuge der nun anstehenden Arbeiten einen Zugang zum Glasfasernetz legen lassen, auch wenn sie sich für die Nutzung des Anschlusses erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden sollten. Wie Silvie Lamla vom Grünflächen- und Tiefbauamt erklärt, sei das jetzt noch vergleichsweise günstig: „Wenn man sich später für eine Ablage entscheidet, kommen bestimmt Kosten von vier bis fünftausend Euro auf einen zu, weil dann städtische Grundstücke wieder aufgebuddelt werden müssen.“

67 Kilometer Glasfasernetz

Die Investitionskosten der rund 15 Kilometer langen Kabelgräben und circa 67 Kilometer Glasfaser liegen bei rund fünf Millionen Euro. Fördergelder für das Projekt gab es von Bund und Land. Auf Grundstückseigentümer würde für ihren neuen Glasfaser-Anschluss noch Kosten von rund 1000 Euro zukommen, wie Merklinger schätzt.

Projekt wohl in 2025 fertiggestellt

Die Zweckverbände zur Breitbandversorgung seien etwa im Jahr 2012 „aus der Not geboren“ worden, erklärt auch Heiko Zorn vom Zweckverband, selber habe man sich im Jahr 2014 gegründet und dieses Jahr Jubiläum gefeiert. Bei der Auswahl der Ausbauprojekte konzentriere man sich auf die „weißen Flecken“ als Priorität, denn diese „haben weniger als 30 Mbit pro Sekunde“, weiß Merklinger.

Auch in anderen Gemeinden des Schwarzwald-Baar-Kreises war man bereits tätig, Blumberg-Randen oder Hammereisenbach habe man bereits versorgen können.

Oberbürgermeister Jürgen Roth jedenfalls freut sich auf das Großprojekt und legte eifrig im Bagger selbst Hand an – sollten die Witterungsbedingungen passend bleiben, könnte das Projekt etwa zur gleichen Zeit im kommenden Jahr fertig sein.