Haben es in die Landesauswahl geschafft: Rike Wedde, Efe Özdemir und Francesco Grillo. Foto: Becker

Eine Geschäftsidee an nur einem Tag erarbeiten – eine echte Herausforderung. Vier Schülerteams haben sich dieser angenommen und innerhalb von drei Minuten einer dreiköpfigen Jury ihr erarbeitetes Konzept präsentiert. Hochspannung.

St. Georgen - Der Countdown läuft. Während auf dem Bildschirm im Hintergrund die Sekunden verstreichen, geht es für die Schüler nur um eines: Mit ihrer Idee überzeugen. Am frühen Morgen haben 14 Schüler der zehnten Klasse der Robert-Gerwig-Schule damit begonnen, an einer Geschäftsidee zu arbeiten.

Die 14 Schüler organisierten sich in vier Teams, angeleitet von zwei Workshopleitern, die im Rahmen der Landeskampagne "Start-up BW Young Talents" in ganz Baden-Württemberg unterwegs sind.

Schülern das Thema Gründung näher bringen

Das Ziel der Workshopreihe: Schülern das Thema Gründung näher bringen, so zumindest formuliert es einer der Leiter, Simon Knoop. An insgesamt drei Tagen macht er gerade Station im St. Georgener Technologiezentrum. Pro Tag betreut er mit seinem Kollegen eine Klasse der Werkrealschule. Kurz nach 14 Uhr fiel am Dienstag der Startschuss. Team eins stellte sich als erstes vor versammelter Mannschaft der Jury. Die Idee: eine App, die Anfängern, Profispieler vermitteln soll, welche dann ersteren mit Rat und Tat beim Spielen von Computer- und Konsolenspielen zur Seite stehen sollen.

Team zwei präsentierte ebenfalls das Konzept für eine App, allerdings ging es hier nicht um das Zocken von Computerspielen, sondern um eine Idee, die direkt aus dem Schulalltag geboren wurde. Mit Hilfe dieser App sollen Hausaufgaben und Stundenpläne eingesehen und verwaltet sowie Bücher eingesehen werden. Bei Team drei wiederum ging es um Schließfächer und leere Akkus. Nutzer des Angebots könnten etwa ihr Smartphone in einem dieser Fächer deponieren, um es bei niedrigem Akkustand aufzuladen, hieß bei der Präsentation.

Finanzierung, Vermarktung sowie Zielgruppe elementar

Nach jedem der Pitches, also dem dreiminütigen Vortrag, gab es für die Jury im Anschluss die Gelegenheit, die Schüler mit Fragen zu löchern. Immer wieder wurde nach wichtigen Punkten wie Finanzierung, Vermarktung, Konkurrenzsituation sowie Zielgruppe gefragt.

Rike Wedde, Efe Özdemir und Francesco Grillo überzeugten die Jury schlussendlich am meisten. Mit ihrer Geschäftsidee präsentierten sie eine umweltfreundliche Alternative zum Chloren von Schwimmbecken. Mit Hilfe von UV-Licht wolle man das Beckenwasser von Bakterien und Viren säubern, erklärt Rike Wedde im Gespräch mit unserer Redaktion. Ampeln die am Boden eingelassen seien, überprüften mittels Sensoren in regelmäßigen Abständen den Grad der Verunreinigung des Wassers. Die UV-Lampen wiederum seien in den Wänden eingelassen.

Die Idee konnte die Jury überzeugen und verhalf den drei Zehntklässlern zum Sprung in die Landesauswahl. Platz zwei erreichte Team eins mit seiner Idee von einer Spiele-App. Neben einer Urkunde haben sie die Chance, nachzurücken, im Fall, dass die Gewinner aus irgendeinem Grund ausfallen sollten.