Mit einem Fitnessstudio auf Rädern möchten vier Schüler an der Robert-Gerwig-Schule in St. Georgen neue sportliche Möglichkeiten im ländlichen Raum schaffen. Nun präsentieren sie ihre Idee beim Landeswettbewerb von Start-up BW Young Talents.
In ganz Baden-Württemberg, aber auch im Schwarzwald, gibt es sie zuhauf: kleinere Dörfer, Stadt- oder Ortsteile. Da gibt es eine Bank, vielleicht noch ein Lebensmittelgeschäft. Aber ein Fitnessstudio? Das sucht man hier ganz sicher vergeblich. Das möchten vier Schüler der St. Georgener Robert-Gerwig-Schule ändern – zumindest zeitweise. Mit Black Forest Mobile Gym haben Maurice Henninger, Nikita Kifel, Tina Götz und Gabriele Esposito ein Konzept für ein fahrendes Fitnessstudio entwickelt.
Fahrradergometer, Langhanteln, Gewichte und sogar eine Saftbar – und das alles auf zwei Stockwerken. Mit Playmobil-Figuren und Pappe haben die Schüler ihre Vision eines Fitnessstudios auf Rädern schon einmal dreidimensional erlebbar gemacht – wenn auch in kleinem Maßstab. Und auch über ein mögliches Geschäftsmodell haben die Schüler sich schon allerlei Gedanken machen müssen.
Das fahrende Fitnessstudio soll die Möglichkeit, in einer solchen Einrichtung Sport zu machen, zu den Menschen im ländlichen Raum bringen, sagt Gabriele Esposito – besonders auch zu jungen Menschen, die nicht so mobil sind, weil sie noch keinen Führerschein haben.
Ursprünglich ein Zufallsprodukt
So ausgereift die Idee mittlerweile klingt, kann man sich kaum mehr vorstellen, dass sie eigentlich als reines Zufallsprodukt begann: Im Technologiezentrum, wo der Wettbewerb auf Stadtebene stattfand, zog jedes Team zu Beginn zwei Zettel, auf denen je ein Begriff stand, erinnert sich Nikita Kifel aus dem Team. Die Herausforderung für die Gruppe sei es dann gewesen, die Begriffe „Lkw“ und „Fitnessstudio“ unter einen Hut zu bringen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – und überzeugte auch die Jury.
Zwölf Teams treten an
Nun, am kommenden Donnerstag, 11. Juli, werden die Schüler ihre Idee beim Landesfinale des Wettbewerbs Start-up BW Young Talents in Stuttgart präsentierten. Dabei treten sie gegen elf weitere Schülerteams aus ganz Baden-Württemberg an.
Etwa 20 Stunden, schätzen die Schüler, haben sie als Gruppe bislang an dem Projekt gearbeitet. Besonders in den vergangenen Tagen liefen die Vorbereitungen fürs Landesfinale auf Hochtouren. Mittlerweile ist alles bereit für die Präsentation beim Landesfinale – und bei der Gruppe macht sich so langsam etwas Aufregung breit. Dennoch geben die vier Schüler sich selbstbewusst: „Wenn alles so klappt wie geplant, können wir gewinnen“, sagt Nikita Kifel.