Das Donaueschinger Parkschwimmbad eröffnet am 17. Mai die Sommersaison. Hinter den Kulissen arbeitet das Team schon seit März mit Hochdruck.
Noch liegen die Schwimmbecken ruhig da, die Liegewiesen sind leer und die Sprinkler im Babybecken aus. Doch hinter den Kulissen arbeitet das Team des Donaueschinger Parkschwimmbads schon seit März mit Hochdruck an der Vorbereitung der Sommersaison.
Neu dabei: Schwimmmeister Armin Thudium, der künftig mit zwei Kollegen die Badegäste, aber auch die Technik im Auge behalten wird.
Die aufwendigste Arbeit, das Reinigen der Becken und das Auffüllen mit frischem Wasser, sei bereits erledigt, erzählt der 57-Jährige. Bevor das Bad am 16. Mai offiziell öffnet, bleibt für die Schwimmmeister dennoch genug zu tun.
Jedes Jahr aufs Neue müssen die Außenanlagen auf Vordermann gebracht, Liegen, Bänke und Sonnenschirme „ausgewintert“ und die gesamte Technik hochgefahren werden.
2024 wurde das Parkschwimmbad nach zwei Jahren Sanierung neu eröffnet. An starken Tagen zählt es weit über 2000 Besucher und Besucherinnen. Für sie zuständig sind drei Schwimmmeister. Hinzu kommen sechs Saisonkräfte an der Kasse und drei zusätzliche Rettungsschwimmer auf Abruf. „Man muss ein Allrounder sein“, sagt Armin Thudium über seinen Job.
Ein typischer Tag im Schwimmbad bedeutet für ihn nicht nur die Aufsicht über die Gäste, sondern auch über die Technik. Gerade das mache es interessant. „Dieses Zusammenspiel aus dem Menschlichen und der Technik, das gefällt mir am besten“, sagt der 57-Jährige. Vorher arbeitete Thudium in einem Naturfreibad, jetzt hat es ihn wieder näher an seine Heimat in Königsfeld verschlagen.
Vielfältiger Beruf
Den Beruf des Schwimmmeisters hält er für sehr vielfältig. „Es ist keine reine Büroarbeit, man kriegt wortwörtlich auch mal nasse Füße“, sagt Thudium. „Letztendlich bin ich dafür da, dass ab einem gewissen Punkt jeder seine Freizeit genießen kann.“
Die Schwimmmeister arbeiten während der Saison teilweise bis zu 16 Stunden am Tag. Zu Stoßzeiten sind alle drei gleichzeitig im Bad. „Das sieht der Gast oft gar nicht“, sagt Thomas Kern. „Aber es macht trotzdem Spaß, sonst würden wir es nicht machen.“ Für ihn ist 2026 die dritte Saison.
Früher arbeitete er in Tuttlingen. „Ich bereue die Entscheidung, gewechselt zu haben, überhaupt nicht“, sagt er. Das Parkschwimmbad komme bei Gästen sehr gut an. Vor allem der neu gebaute Kleinkindbereich stoße bei den vielen Familien auf große Resonanz.
Rückmeldungen sind positiv
Zufrieden mit der Entwicklung des Bads ist auch Timo Bösinger von der Donaueschinger Stadtverwaltung. Er ist derzeit ebenfalls mit der Saisonvorbereitung beschäftigt. „Die Rückmeldungen, insbesondere von Touristen, sind sehr positiv“, sagt er. Das Bad sei mit der neuen Rutsche, vielen Liegeplätzen, dem 50-Meter-Schwimmerbecken aus Edelstahl oder den Solaranlagen für die Beheizung hochmodern ausgestattet, so Bösinger.
Die Besucherzahlen lagen 2024 – in der ersten Saison nach der Wiedereröffnung – bei 65.000, im Jahr 2025 bei 57.000. „Die Zahlen sind nach der Sanierung tatsächlich höher“, sagt Bösinger. Das spreche für die Investition in eine umfangreiche Sanierung. Diese Woche beginnt der Vorverkauf der Saisonkarten 2026. Davon verkaufe man immer zwischen 800 und 900 Stück, so Bösinger. Dass das Parkschwimmbad überwiegend von seinen Stammgästen lebt, kann auch Thomas Kern bestätigen.
Armin Thudium, Timo Bösinger und Thomas Kern freuen sich auf die kommende Saison in Donaueschingen. Und das, obwohl auch das Parkschwimmbad mit steigenden Energie- und Personalkosten, Arbeitskräftemangel und teils auch sinkendem Respekt der Gäste zu kämpfen hat.
Preise bleiben vorerst stabil
Die Preise sind jedoch vorerst stabil geblieben. „Irgendwann nächstes Jahr müssen wir das sicher mal anpassen“, schätzt Timo Bösinger. „Aber es muss immer vertretbar bleiben, vor allem für Familien.“
Maßgeblich für einen reibungslosen Ablauf im Bad ist auch die Technikanlage im Keller. Sie wird über einen Computer gesteuert und funktioniert als geschlossenes Kreislaufsystem: Das Wasser wird kontinuierlich abgepumpt, in riesigen blauen Filterbehältern chemisch desinfiziert und gereinigt und in die Becken zurückgepumpt. „Die Anlage müssen wir auch bedienen können“, sagt Thudium lachend. „Wir haben keinen eigenen Techniker wie andere Bäder.“
Die Badesaison
Saisonkarten
Das Parkschwimmbad ist dieses Jahr ab Samstag, 16. Mai, bis zum Ende der Sommerferien am 13. September täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Dreimal die Woche montags, mittwochs und freitags gibt es zudem von 6.30 bis 8 Uhr Frühschwimmen. Der Kauf von Saisonkarten und die Erneuerung alter Karten ist an folgenden Tagen an der Kasse des Schwimmbads möglich: Donnerstag, 7. Mai, von 14 bis 18 Uhr, Freitag, 8. Mai, von 11 bis 17 Uhr und Samstag, 9. Mai, von 10 bis 14 Uhr. Der Einzeleintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, ermäßigt drei Euro, und für Familien zwölf Euro.