Tobias Ditlevsen (Diakonische Bezirksstelle) und Pfarrerin Gabriele Großbach vom Steuerungsteam der Vesperkirche am Eingang des Gemeindehauses Ringhof, wo die Vesperkirche auch in diesem Jahr wieder stattfindet. Foto: Monika Schwarz

Von Freitag, 23. Januar, bis Freitag, 30. Januar, findet wieder die ökumenische Vesperkirche im Gemeindehaus Ringhof statt. Die Verantwortlichen erwarten bis zu 300 Besucher pro Tag.

Die ökumenische Vesperkirche ist seit Jahren eine feste Größe im kirchlichen Veranstaltungskalender und seit dem Start stetig gewachsen. War es vor wenigen Jahren noch eine kleine Sensation, wenn die Besucherzahlen an einzelnen Tagen über 200 gestiegen sind, so ist das heute Normalität. Auch die 300er-Marke wurde zuletzt mehrfach geknackt.

 

Unter dem Motto „Miteinander. Essen. Reden. Leben“ treffen sich die Vesperkirchenbesucher zu einem gemeinsamen Mittagessen bei dem nicht nur die Mahlzeit, sondern auch die Begegnung auf Augenhöhe und die Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.

Jeder ist willkommen

Eingeladen sind deshalb nicht nur Menschen mit sozialer, seelischer und materieller Not, die sich ein solches Essen in Gemeinschaft aus finanziellen und sonstigen Gründen normalerweise gar nicht leisten würden, sondern alle Menschen. Die Durchmischung sorge auch dafür, dass niemand stigmatisiert werde, sagen Tobias Ditlevsen und Gabriele Großbach von der Steuerungsgruppe.

Gestiegen sind in der Vergangenheit nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch der Bedarf an Ehrenamtlichen, die das Projekt alljährlich unterstützen, um den reibungslosen Ablauf sicher zu stellen. Etwa 80 von ihnen sind auch dieses Mal wieder im Einsatz.

Zwei Menüvarianten

Die Besucher können täglich zwischen zwei Menüvarianten (mit und ohne Fleisch) wählen, die vom Windradteam der Erlacher Höhe zubereitet werden. Nach dem Mittagessen gibt es zudem Kaffee und Kuchen.

All dies gegen freiwillige Spende, auf die das Vesperkirchenteam aufgrund der Kosten angewiesen ist, um das Projekt nachhaltig zu sichern. Spender werden auch im Vorfeld immer gesucht. Die privaten Kuchenspenden wurden über die Kirchen organisiert, weitere Kuchen und Backwaren werden von der Bäckerei Grammel, dem Café Müller und der Firma Pfalzgraf sowie von den Bäckereien Knörzer und Ziegler bereitgestellt. Äpfel kommen von Edeka Rentschler. Einen Teil der Getränke spendiert Alpirsbacher Klosterbräu.

Unterstützt wird die Vesperkirche darüber hinaus von einer Klasse der Luise-Büchner Schule und von Auszubildenden der Firma Schmalz und der Kreissparkasse, die mithelfen.

Kostenloser Friseurbesuch

Die Besucher werden an den Plätzen bedient. Am Mittwoch, 28., und am Freitag, 30. Januar, besteht zudem die Möglichkeit eines kostenlosen Friseurbesuchs vor Ort. Am Mittwoch, 28. Januar, findet bei Bedarf eine kostenlose ärztliche Beratung statt. Neben den täglichen geistlichen Impulsen wird am Sonntag, 25. Januar, ab 11 Uhr ein kurzer Gottesdienst unter der Leitung von Ulrich Giesekus abgehalten. Dieser wird vom Posaunenchor der evangelisch-methodistischen Kirche musikalisch umrahmt.

Die Vesperkirche startet täglich um 11.30 Uhr und endet um 13.30 Uhr. Zu den Initiatoren und Organisatoren der Vesperkirche gehören die evangelische und die katholische Kirchengemeinde sowie die evangelisch-methodistische Kirche, die Diakonische Bezirksstelle und die Erlacher Höhe.