Mithilfe der Starkregenrisiko-Karte der Stadt Balingen können Bürger nun überprüfen, wie stark ihr Grundstück bei Starkregen gefährdet ist.
Bei Starkregen gibt es nur eine kurze Vorwarnzeit, deshalb ist die Vorsorge be-sonders wichtig. Mit der Starkregenrisiko-Karte der Stadt Balingen, die nun auf der Homepage eingesehen werden kann, können Bürger ihr individuelles Risiko einschätzen: Die Karte zeigt, inwiefern das jeweilige Grundstück bei Starkregen betroffen sein kann.
Starkregen sind kleinräumige, kurzanhaltende aber extreme Starkregenereignisse, die zu Überflutungen führen können. „Gleichzeitig sind sie nur bedingt vorhersagbar und stellen somit ein schwer kalkulierbares Risiko dar“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.
Die Ereignisse in den jüngsten Jahren zeigen, dass grundsätzlich alle Regionen von dieser Naturgefahr betroffen sein können. Im Gegensatz zu Hochwasser an großen Flüssen kann der genaue Ort und Zeitpunkt von Starkregen sehr überraschend auftreten. „Starkregen können zwar nicht verhindert werden, aber Betroffene können Maßnahmen treffen, um die Risiken und Schäden zu minimieren. Aufgrund der kurzen Vorwarnzeit ist hier die Vorsorge besonders wichtig“, heißt es.
Um allen Bürgern der Stadt Balingen diese Vorsorge zu ermöglichen, wurde das Starkregenrisiko ermittelt und ist nun in Form einer digitalen Karte online auf der Homepage der Stadt zur Verfügung gestellt.
Die Starkregenrisiko-Karte ermöglicht es, drei Szenarien für Überflutungen durch Starkregen anzeigen zu lassen.
Seltener Starkregen
Ein aus vergangenen Regenereignissen statistisch abgeleitetes Regenereignis von einer Stunde Dauer mit einer Jährlichkeit von 30 Jahren – das bedeutet einem statistischen Eintritt alle 30 Jahre.
Außergewöhnlicher Starkregen
Ein aus vergangenen Regenereignissen statistisch abgeleitetes Regenereignis von einer Stunde Dauer mit einer Jährlichkeit von 100 Jahren.
Extremer Starkregen
Bei diesem Szenario wird von einer Regenmenge von 128 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde ausgegangen. Das entspricht dem stärksten jemals in Baden-Württemberg gemessenen Niederschlagsereignis.