Perparim Halimi (weiß) erzielte den Führungstreffer für den VfL Nagold. Foto: Kraushaar

Der VfL Nagold hat seine guten Leistungen aus der Vorbereitung auch im ersten Pflichtspiel der Saison umsetzen können. Der Landesligist setzte sich in der 1. Runde des WFV-Pokals gegen Verbandsligist VfL Pfullingen mit 2:1 zu Hause durch.

"Wir haben ein Spiel verloren – Punkt". Gästetrainer Daniel Güney war der Frust über den späten Nagolder Siegtreffer von Chris Wolfer nach der Partie deutlich anzumerken. Nach dem Ausgleich durch Frieder Geiger schien der Verbandsligist aus Pfullingen das Spiel noch wenden zu können. "Ja, da hatte ich auch das Gefühl, dass es eng wird", räumte Nagolds Coach Armin Redzepagic ein, verwies jedoch auf die erste Stunde, in der seine Elf das Spiel weitgehend beherrscht hatte.

Bei den Nagolder starteten Carlos Konz und Maximiliano Oliveira de Olivereira in der Innenverteidigung, dazu standen die in der Vorbereitung stark aufspielenden Fleischle-Zwillinge, Perparim Halimi und Kai Sieb in der Startelf. Alle konnten ihre Nominierung rechtfertigen. Halimi mit großen Arbeitspensum, Kai Sieb sorgte im Wechsel mit Chris Wolfer offensiv über rechts und in der Mitte für Gefahr und hinten stand die Abwehr sicher.

Sechs zu zwei Ecken spiegelten exakt die erste Halbzeit wieder, in der die Nagolder die Gästen mit hohem Pressing aus dem Konzept brachten. Sieb (2.), Lysander Skoda (23.), Halimi (36.) und nochmals Skoda (41.) vergaben aber gute Möglichkeiten.

Die Gäste wurden zwei mal gefährlich. Nach einem Pressschlag, der per Zufall bei Matthias Dünkel landete, hatte Elias Lachenmann die Chance (16.). Kurz danach stand Nagolds Torhüter Joel Mogler nochmals bei einem Kopfball von Nyamekye Awortwie-Grant im Brennpunkt. Das Heimteam hatte die Partie aber im Griff, da das Mittelfeld auf Hochtouren arbeitete.

Verdiente Führung

"Diese Führung ist hoch verdient", verkündete deshalb auch Stadionsprecher Dominik Veitinger in der 48. Minute, als Halimi eine schöne Vorlage von Burak Tastan zum 1:0 verwertete. In der Folge taten die Pfullinger nach vorne mehr. Der Ausgleich resultierte jedoch aus einem Nagolder Ballverlust mit Mittelfeld und einer Flanke, die Tastan nicht verhindern konnte. "Der Ball war lange in der Luft", kreidete Redzepagic den Treffer von Geiger (61.) auch seiner Innenverteidigung an. Bei einem weiteren Konter (73.) hätte Matthias Dünkel auf 2:1 stellen können, Mogler meisterte jedoch die Situation.

Nach der kamen die Nagolder ins Spiel zurück. Der eingewechselte Berk Özhan hatte die Chance (82.), Martin Welsch rettete per Fußabwehr über das Tor. Die Entscheidung fiel drei Minuten vor Schluss als Johannes Fleischle den Ball präzise auf Chris Wolfer schaufelte, der am kurzen Pfosten nur noch zum 2:1-Siegtreffer einnicken musste.

In der 2. Runde geht es für die Nagolder am Mittwoch gegen die SKV Rutesheim weiter, die den SV Wittendorf mit 6:3 besiegte.

VfL Nagold – VfL Pfullingen 2:1 (0:0). Tore: 1:0 (48.) Perparim Halimi, 1:1 (61.) Frieder Geiger, 2:1 (87.) Chris Wolfer.

Trainerstimmen

Armin Redzepagic (VfL Nagold): "Nach zehn Minuten waren wir richtig gut im Spiel, haben aber die Tore nicht gemacht. Nach dem Ausgleich wurde es sicherlich eng, aber meine Mannschaft ist auch über die Einwechselspieler zurückgekommen und hat zum richtigen Zeitpunkt das Tor erzielt."

Daniel Güney (VfL Pfullingen): "Es war ein gutes Spiel bei intensiven Rahmenbedingungen. Wir stehen derzeit vor einem Umbruch, haben viele junge Spieler aus der Region im Kader. Ich muss meiner Mannschaft anrechnen, dass sie richtig geackert hat. Aber ja, der VfL Nagold hatte mehr Spielanteile und mehr Zweikämpfe gewonnen."

VfL Nagold: Mogler (Tor), Frederic Fleischle, Maximiliano Oliveira de Olivereira (68. David Weinhardt), Carlos Konz (90. Fabian Mücke), Burak Tastan, Lysander Skoda, Niklas Schäuffele, Johannes Fleischle, Perparim Halimi (76. Berk Özhan), Chris Wolfer, Kai Sieb (84. Walter Vegelin).

Schiedsrichter: Maurice Rummel, Justin Volz, Patrik Iuhasz

Zuschauer: 150

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