Die Feuerwehr Donaueschingen mit ihren sieben Abteilungen zieht eine positive Bilanz. 251 Aktive rückten während des Jahres zu 286 Einsätzen aus.
Die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen mit ihren sieben Abteilungen und einer Löschgruppe präsentierte sich während der Hauptversammlung in der Grüninger Haselbuckhalle als eine leistungsstarke Einrichtung.
Deren ganzjährige Einsatzbereitschaft an 24 Stunden pro Tag hob Kommandant Gerd Wimmer als ein außerordentliches Engagement zum Wohl der Allgemeinheit hervor.
Er dankte den 251 Aktiven für die Bereitschaft zur kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung. Sie trug wesentlich dazu bei, dass ein intensives Jahr mit 286 Einsätzen und über 100 Proben problemlos verlief.
In mehr als der Hälfte der Alarmierungen war die technische Hilfeleistung gefordert, der Rest teilte sich auf Brandeinsätze oder Alarmierungen über Brandmeldeanlagen auf.
Es wird immer komplexer
Die E-Call-Technik in Autos und die Notrufmöglichkeit über Mobiltelefone steigerten die Zahl der Einsätze. Die wachsende Komplexität der Fahrzeugtechnik stellt neue Herausforderungen an die Rettungstechniken.
Wimmer bezeichnete die 2025 aktivierte Drohnengruppe als weitere Bereicherung. Verschiedene Gruppen absolvierten abteilungsübergreifend die Leistungswettkämpfe zum Erhalt von dreimal Bronze und zweimal Gold. Dies trug ebenso zur Festigung der Kameradschaft bei, wie die gemeinsame Funk- und Fahrübung aller Abteilungen.
Bezug aus nächster Nähe
Wimmer hieß Sabrina Lösch als neue Leiterin des städtischen Amtes für öffentliche Ordnung willkommen, die aufgrund ihrer Mitwirkung in der Abteilung Wolterdingen ihr Aufgabengebiet Brandschutz und Sicherheit aus nächster Nähe erfährt. Zudem begrüßte er mit Christina Merz und Steven Bressel zwei Feuerwehrgerätewarte. Die Ausschreibung für eine weitere Stelle läuft.
Wimmer sprach hinsichtlich der aktuell vier Gruppen der Jugendfeuerwehr und der neu gegründeten Kinderfeuerwehr von der Chance, bereits den Jüngsten die Mitwirkung in der Feuerwehr zu ermöglichen. Eine wichtige Grundlage für die Investitionen der Feuerwehr stellte der Bedarfsplan dar. Auf diesen sind die aus Altersgründen zu ersetzenden Mannschaftstransportwagen (MTW) für Pfohren und Heidenhofen zurückzuführen.
Neue Fahrzeuge in Sicht
Zudem erhält die Abteilung Wolterdingen einen neuen MTW und die Abteilung Stadt ein Einsatzlöschfahrzeug. Im Herbst trifft das neue Hilfslöschfahrzeug (HLF) 10 für die Abteilung Pfohren ein. Anfang des Jahres übernahm die Abteilung Grüningen das ehemalige Tragkraftspritzenfahrzeug der Löschgruppe Aasen, welches demnächst ersetzt wird. Zudem ist ein Zuschussantrag für ein Löschfahrzeug (LF) 20 eingereicht, welches das 27 Jahre alte LF16 der Stadt ersetzen soll.
Zu einem besonderen Projekt der Feuerwehr Donaueschingen entwickelt sich das neue Feuerwehrgerätehaus in Pfohren. Bürgermeister Severin Graf sprach von einem Bau, welcher sich aktuell voll im Kosten- und Zeitplan befindet.
Wartelisten für die Jüngsten
Gesamtjugendwart Stefan Ruf freute sich über die Reaktivierung der Jugendgruppe in Hubertshofen, welche die Mitglieder ab zwölf Jahren auf 46 Jungen und 25 Mädchen ansteigen ließ. Die Proben finden im 14-tägigen Abstand statt. Die 22 Jungen und sechs Mädchen ab sechs Jahren zählende Kinderfeuerwehr „Löschbande“ wird von Leiterin Nicole Wetzel und weiteren pädagogischen Leiterinnen betreut. Es gibt bereits eine Warteliste. Die spielerische Heranführung an die feuerwehrtechnischen Grundlagen gepaart mit geselligen Elementen steht beim Nachwuchs im Vordergrund.
Starke Altersmannschaft
Obmann Bernd Sellwig präsentierte die Altersmannschaft als eine starke Truppe, die sich im Vorjahr sieben mal für gemeinsame Unternehmungen traf. Stellvertretender Kreisbrandmeister Thomas Nagel berichtete von den erfolgreichen, aber auch zeit- und kostenaufwendigen Anstrengungen, die Leistungsfähigkeit der Abteilungen kontinuierlich zu erhalten. „Hinzu addiert sich der Mehraufwand aufgrund einer Bevölkerung, die immer öfter die Feuerwehren zu Hilfe ruft und auch bei Bagatellen kaum noch selbsttätig aktiv wird“.
Nagel informierte über die ab dem Herbst 2026 gültige Anpassung der Ausbildung und Leistungswettkämpfe an den neuesten Stand der Technik. Grüningens Ortsvorsteher Michael Böhm freute sich über eine Veranstaltung, die noch vor wenigen Jahren in der alten Halle unvorstellbar gewesen wäre. Die Neuwahlen bestätigten Reinhold Schöndienst und Martin Kiefer als stellvertretende Kommandanten.
Hohe Auszeichnungen
Bronze bis Gold
Stellvertretender Kreisbrandmeister Nagel ehrte Christoph Merk und Alexander Schiesel mit Bronze für 15 Jahre aktiven Dienst. Silber für 25 Jahre ging an Robert Mergl, Marc Neininger, Mark Werner und Alexander Preis sowie Gold für 50 Jahre an Hans-Peter Schleicher. Landesehrenmedaille
Kreisverbandsvorsitzender Andreas Schirm zeichnete den Grüninger Michael Zeller für seine Verdienste mit der Landesehrenmedaille in Silber, Andreas Völcker und Martin Kiefer mit dem deutschen Feuerwehrehrenzeichen in Bronze aus.