Das 50. Jubiläum der Partnerschaft zwischen Sulz und Montendre in der Charente-Maritime wird in Westfrankreich gefeiert. Ein Gast aus dem Neckartal kommt dabei besonders gut an.
Vier Tage voller Begegnungen, Musik und europäischer Freundschaft: Das Partnerschaftstreffen zum 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Sulz und Montendre war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis. Die Reise sei sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt reibungslos verlaufen, und vor Ort habe die Gäste ein abwechslungsreiches Programm erwartet, das die enge Verbindung zwischen beiden Städten eindrucksvoll sichtbar machte, teilt die Stadt mit.
Schon beim Empfang in Montendre wurde die große Herzlichkeit deutlich – und das Engagement, das hinter dem Willkommen für die Gäste aus Sulz steht. Gleichzeitig zeigte sich der enorme organisatorische Einsatz hinter einem Jubiläum dieser Größenordnung. Das französische Partnerschaftskomitee hatte die Feierlichkeiten mit großem Engagement vorbereitet. Insbesondere Präsident Laurent Motard koordinierte im Vorfeld zahlreiche organisatorische Aufgaben und sorgte gemeinsam mit vielen Helfern für ein gelungenes Programm.
Ein besonderer Programmpunkt war die Feier zum 30-jährigen Bestehen des Maison Sulz, eines Gemeinschaftsprojekts und sichtbaren Symbols der deutsch-französischen Freundschaft. Dort wurde auch ein weiteres Geschenk der Stadt Sulz vorgestellt: Das Maison Sulz verfügt nun über eine eigene mehrsprachige Internetseite, die Informationen und Buchungsmöglichkeiten einfacher zugänglich macht und das Projekt noch sichtbarer werden lässt. Die neue Webseite ist unter www.maisonsulz.de erreichbar.
Für Freude sorgte außerdem ein druckfrisches Malbuch mit Salzdrache Streusel, Räuber Hannikel und Prinzessin Neckarella auf Französisch. Das Malbuch ist übrigens ab sofort kostenfrei im Bürgerbüro in Sulz erhältlich.
Ein Publikumsliebling war Salzdrache Streusel, der als lebensgroße Maskottchenfigur mitgereist war und in Montendre Jung und Alt begeisterte. Ein besonderer Blickfang war zudem die Narrenzunft Sulz, die mit dem Häs der Salzsieder sowie den Figuren Optimist und Pessimist vertreten war. Gemeinsam mit Timo Holst, Zunftmeister der Narrenzunft Sulz, präsentierten sie in Frankreich eindrucksvoll Sulzer Brauchtum und närrische Tradition.
Zu den emotionalen Höhepunkten gehörte die feierliche Erneuerung des Freundschaftsbundes. Bürgermeister Jens Keucher und Montendres Bürgermeister Patrick Giraudeau unterzeichneten eine Urkunde zur Bekräftigung der langjährigen Partnerschaft und setzten damit ein sichtbares Zeichen für die Zukunft der Verbindung zwischen beiden Städten.
Musik spielte während der Jubiläumstage eine zentrale Rolle. Die Stadtkapelle Sulz, weitere Musikgruppen und die Auftritte der Majorettes sorgten für beste Stimmung. Ein Höhepunkt war der Festabend am Freitag mit dem Konzert der Gruppe „La Compagnie du Groove“ sowie der Feuershow „Spectacle pyrotechnique d’Akouma“, die das Publikum begeisterte.
Ein dauerhaftes Zeichen der Verbundenheit wird künftig in Sulz zu sehen sein: Eine Skulptur eines französischen Metallkünstlers wurde eigens für diesen Zweck gefertigt und der Stadt Sulz geschenkt. Sie soll beim Gästehaus Montendre aufgestellt werden und an die besondere Freundschaft zwischen beiden Städten erinnern.
Am Ende der Reise stand bei allen dieselbe Erkenntnis: Die Partnerschaft zwischen Sulz und Montendre lebt – und sie lebt von den Menschen, die sie mit Herzblut gestalten. Umso größer ist bereits heute die Vorfreude darauf, die französischen Freunde im Jahr 2027 in Sulz begrüßen zu dürfen.
Das Partnerschaftstreffen wurde durch die Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Die Unterstützung leistete einen wertvollen Beitrag dazu, den Austausch und die Begegnungen im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zu ermöglichen.
Fotos: privat. Sie zeigen Maison Montendre, den Umzug durch Montendre mit Salzdrache Streusel, den Sulzer Narren und den Nord Gironde Majorettes Estuaire, die Ansprachen der Bürgermeister, die Stadtkapelle.