Große Gefühle, Spannung und Lebenslust – die Musiker begeisterten am Ostersonntag mit einem vielseitigen Jahreskonzert. Das Publikum war begeistert.
Traditionell am Ostersonntag präsentiert die Musikkapelle Hofstetten ihr Jahreskonzert in der Gemeindehalle. Unter der musikalischen Leitung von Katja von Rechenberg genoss das Publikum wieder ein sehr ansprechendes Programm.
Das Werk „Overture to a new Horizon“ war ein energiegeladenes Stück gleich zu Beginn. Mächtige Klänge und ein melodischer Zwischenteil mit schönen Solopassagen mündeten in einen lauten, feierlichen Schluss, in dem die Musiker mit viel Lust und Freude alles gaben und großen Applaus ernteten.
„Die ganze Welt spielt verrückt“ leitete er zum nächsten Stück über, nämlich zur biblischen Geschichte der Arche Noah. Musikalisch vorgestellt wurde Gottes Auftrag, die Arche zu bauen, mit einem zaghaften Beginn, dem sich immer mehr Register anschlossen.
Musik vermittelt Hoffnung auf bessere Zeiten
Das Getrappel der einziehenden Tiere war genauso herauszuhören wie die Dramatik von Sturm, Wasser und Wind. Die sanften Klänge danach vermittelten wohltuend eine große Hoffnung auf bessere Zeiten. Die verschiedenen Stimmungen im Werk wurden überzeugend wiedergegeben.
Mit „Cassiopeia“ tauchten die Besucher in der voll besetzten Halle in die griechische Mythologie ein. Dramatische Ereignisse nahmen ihren Lauf, aber auch ruhige, geheimnisvolle Passagen waren dabei.
Genauso wie im Werk „Hindenburg“, das an das Unglück des Zeppelins erinnert. Von der Faszination des Fliegens bis zum Anblick der glitzernden Lichter von New York war das Stück zunächst geprägt von Freude und Hoffnung.
Trompetensolo von Sören Ries
Menschliche Hilfeschreie, Dramatik und Trauer waren dann jedoch die folgenden musikalischen Begleiter in diesem grandiosen Werk. Das Trompetensolo von Sören Ries unterstrich die Ergriffenheit.
Nach der Pause waren die Stücke weniger dramatisch. Den Beginn machte der allseits bekannte und beliebte „Florentiner Marsch“. Die Solotrompete, der die Flöten folgten, war eine wunderbare Fanfare, das Zwischenspiel etwas ruhiger, bevor es mächtig und triumphal von der Bühne erklang.
Musikalische Reise nach New York
Weiter ging die musikalische Reise nach New York zu Frank Sinatra. „Something stupid“ und „My Way“ waren weitere Stationen, hier überzeugte das Saxofon von Jonas Lehmann. Struktur und Charakter dieser Songs waren wunderbar auf das Hofstetter Blasorchester abgestimmt.
Dies honorierte das Publikum mit Bravo-Rufen und großem Applaus. Noch eine ganz andere Wendung nahm das Konzert mit „The girl in 14G“, das ein lärmendes Chaos zwischen 13. und 14. Stock eines Hochhauses ebenfalls in New York darstellte.
Durch die großartige Stimme von Katharina Mangold und der Darstellung der nervenden Nachbarinnen wurde das Orchester aufgrund des Schauspiels fast zur Nebensache.
Große Gefühle bei „Robin Hood“
Mit „Robin Hood“, dem letzten Stück, wurde das Publikum noch einmal mit großen Gefühlen konfrontiert. Der König der Diebe kam eindrucksvoll und klanggewaltig beim Publikum an, das noch eine Zugabe forderte.
Dies wurde mit dem „Böhmischen Traum“ auf eine ungewöhnliche Art mit lateinamerikanischer Lebenslust harmonisch zusammengebracht. Wie immer setzte das „Hofstetter Tal, dem Himmel ein Stück näher“ den Schlusspunkt unter einen abwechslungsreichen Konzertabend.
Stefan Kaspar aus dem Vorstandstrio begrüßte zwei junge Musiker, die das erste Mal das Jahreskonzert mitspielten: Laura Müller am Saxofon und Kai Mickenautsch an der Posaune. Er dankte auch der Trachten- und Volkstanzgruppe für die Bewirtung während des Konzerts.