Trotz der Niederlage im Europa-League-Finale in Istanbul darf und sollte der SC Freiburg stolz sein auf das Erreichte in dieser Saison, findet unser Autor.
Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Der Traum vom ersten großen Titel bleibt vorerst unerfüllt, der englische Topclub Aston Villa war im Europa-League-Finale beim 3:0 eine Nummer zu groß (lesen Sie in unserer Einzelkritik, wie sich die Spieler im größten Spiel ihrer Karriere geschlagen haben). Eine Enttäuschung war die Europapokal-Nacht in Istanbul jedoch keineswegs.
Denn unabhängig vom Ergebnis hat der SC Freiburg etwas erreicht, das über einen Titelgewinn an sich hinausgeht. Der Einzug in ein europäisches Finale ist die Belohnung für Jahre der Geduld, solider Planung und einer zum Understatement neigenden Bodenständigkeit.
Natürlich wird der Schmerz über die verpasste Chance kommen und einige Tage bleiben – schließlich spielt man ein Finale, um es zu gewinnen. Daher wird die Niederlage weh tun. Die Enttäuschung war allen Beteiligten unmittelbar nach Abpfiff auch deutlich anzumerken.
Mehr als nur konkurrenzfähig
In der Gesamtbetrachtung spielt die Niederlage, die verdient aber aufgrund des Doppelschlags vor der Pause auch unglücklich war, aber nicht die Hauptrolle. Denn der SC Freiburg hat bewiesen, dass er in Europa mehr als nur konkurrenzfähig ist.
Und so war die Nacht von Istanbul vielleicht noch nicht das Breisgauer Fußballmärchen mit Happy End. Doch es bleibt eine unvergessliche Erfahrung für alle, die dabei waren. Gemeinsam mit den Fans von Aston Villa feierten die zahlreichen Freiburger Anhänger den ganzen Tag über in Istanbul ein Fußballfest.
Das Finale der Conference League steigt in Istanbul
In der neuen Saison wird der SC Freiburg international einen neuen Anlauf nehmen. Der Ort für das Finale in der Conference League steht dabei schon fest: das Beşiktaş-Stadion in Istanbul.