Beim 2:0 der SGM Gruol/Erlaheim am Sonntag überzeugt der 32-Jährige in ungewohnter Rolle. Mit unserer Redaktion hat er über seine Rückkehr gesprochen.
Auf Torjäger Fabio Müller musste die SGM Gruol/Erlaheim beim 2:0-Coup gegen die SGM Schramberg/Sulgen nach seinem Platzverweis in der Vorwoche verzichten – trotzdem stand ein Müller von Beginn an auf dem Platz. So spielte Fabios Bruder Rico, früher jahrelang für Erlaheim aktiv, von Beginn an und trug seinen Teil zum Sieg bei.
Nach einigen Kurzeinsätzen in den Vorwochen spielte Müller erstmals über die volle Distanz. Gegenüber unserer Redaktion erklärt er schmunzelnd: „Die Beine sind heute schon etwas schwer, aber im gehobenen Alter ist das ja normal.“ Für die Leistung des Teams hat er nur positive Worte übrig: „Mit unserer Performance können wir sehr zufrieden sein, wir haben eine richtig gute Mentalität an den Tag gelegt und hoch verdient gewonnen.“
Wieder Bock auf Wettkampf
Doch wie kam es überhaupt zu seinem „Comeback“? Er erklärt, dass der Kontakt zum Team – auch über seinen Bruder – schon länger bestehe. Schon seit einiger Zeit besucht er das AH-Training des SV Gruol. „So hat das dann so ein wenig seinen Lauf genommen, bis ich wieder Bock hatte, auf Wettkampfniveau zu spielen. Ich war schon immer ein Wettkämpfer und challenge mich gerne selber“, berichtet Müller.
Das Müller, der für die TSG Balingen II einst in der Verbandsliga spielte und auch das Trikot des SV Rangendingen trug, nichts verlernt hat, wurde am Sonntag schnell klar. Mit seiner Abgezocktheit und Ruhe am Ball war er ein Fels in der Brandung. Dabei lief er nach dem kurzfristigen Ausfall von Tim Gihr als Innenverteidiger auf. Zusammen mit dem ebenfalls ganz starken Felix Dormeyer entnervte man auch Schrambergs Top-Stürmer Flavius Nicolae-Oprea.
Von Erfahrung profitiert
„Letztmals habe ich das in der C-Jugend gespielt, aber im Verbund mit den anderen Jungs hat das gut geklappt. Dabei profitiere ich natürlich auch von diversen Erfahrungen, die ich im Laufe meiner Karriere gemacht habe. Man muss einfach offen sein und mit der richtigen Mentalität zu Werke gehen, dann kommt der Rest häufig von alleine“, verrät Müller das Erfolgsrezept.
Wird man ihn künftig also dauerhaft auf dem Platz sehen? „Ich kann aufgrund meiner beruflichen Situation nicht ganz regelmäßig trainieren. Jochen, Boris und ich haben da eine gute Vereinbarung getroffen, so dass ich trotzdem Teil des Teams sein kann. Ich freue mich sehr über die Wertschätzung des gesamten Teams.“