Ortsvorsteher Holger Fetzer und die Jugendlichen trafen sich vor Ort, um ihre Pläne und Wünsche für den Betrieb des neuen Jugendraums aufzuschreiben. Foto: Rainer Bombardi

Die Weigheimer Jugend kann aufatmen. Nach jahrelangen Diskussionen und auf der Suche nach einem Standort hat der Ortschaftsrat einen Standort für einen Jugendraum gefunden.

Westlich vom Parkplatz der Festhalle ist auf städtischem Gelände ein modern ausgestatteter Wohncontainer befestigt, der mit Küchenzeile, WC und einer Fensterfront ausgestattet, sich hervorragend als Treffpunkt eignet.

 

Die Kosten für den Wohncontainer bewegen sich im niedrigen fünfstelligen Bereich. Zusätzlich ist der Container an alle notwendigen Versorgungsleitungen wie Wasser, Abwasser und Strom angeschlossen.

Der Außenbereich wird derzeit in Eigenleitung großzügig mit Pflastersteinen gestaltet. Die Idee ist, in Richtung Westen einen Grillplatz einzurichten. Von dort bietet sich ein toller Blick über Weigheim.

Michael (von links), Manfred und Baggerfahrer Finn Krachenfels haben mit der Gestaltung der Außenanlagen begonnen. Foto: Rainer Bombardi

Der neue Container bietet reichlich Möglichkeiten zum Chillen. Und es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass er eine weitere Bereicherung für das Angebot von Weigheim darstellt. Ortsvorsteher Holger Fetzer war es von Beginn an wichtig, die Jugend möglichst frühzeitig mit ins Boot zu holen. Ohne ihre Akzeptanz wäre das Projekt zum Scheitern verurteilt, bevor es begonnen hat.

Ideen gesammelt

Vor wenigen Tagen hatte er zu einem Gedankenaustausch vor Ort eingeladen und war begeistert, wie sich die derzeit rund 15 Jugendlichen einbrachten. In organisatorischer Hinsicht waren sie sich einig, dass es eine Art Hausordnung geben muss, in der unter anderem festgelegt ist, dass der Putz- und Aufräumdienst im regelmäßigen, beispielsweise wöchentlichen Wechsel erfolgt.

Mögliche Öffnungszeiten

Bezüglich der Öffnungszeiten plädierten sie in einem ersten Schritt dafür, den Jugendraum am Freitag und Samstag zwischen 16 und 22 Uhr und am Mittwoch von 14.30 bis 19 Uhr nutzen zu können. Zudem gingen reichlich Ideen ein, wie sich die Jugendlichen die Ausstattung ihres neuen Raums vorstellen. Neben der Möblierung mit Bank, Sofa, Tisch, Theke und weiteren führten sie auch eine Leinwand, einen Beamer, einen Fernseher oder eine Musikbox an.

Um die Küchenzeile nutzen zu können, steht zudem noch die Ausstattung mit Gläsern, Tellern oder Töpfen aus. Praktischerweise könnten ein Teppich, Hausschuhe und ein Schuhregal dafür sorgen, dass die Wohnatmosphäre des Raumes lange erhalten bleibt. Die Jugendlichen plädierten im Außenbereich für einen Fahrradständer, einen großen Sonnenschirm zur Überdachung der Terrasse oder einen Grill.

Sie planen einen Teil der Ausstattung mit Verkaufsständen, wie an einer Einweihungsfeier, während des Dorffests oder anderen Aktionen, zu finanzieren.

Fetzer ist zuversichtlich, dass der Traum der Weigheimer Jugend von einem eigenen Jugendraum demnächst Wirklichkeit wird. Ratskollege Michael Krachenfels bezeichnete zudem die Nähe zum Pfadfinderheim als eine Möglichkeit, um Synergien zu nutzen.