Bei den beliebtesten Vornamen in Freiburg gab es auf den vorderen Plätzen wenig Bewegung. 45 Prozent der Neugeborenen erhielt einen Zweitnamen.
Freiburgs Eltern haben den Namen Sophia/Sofia im vergangenen Jahr 41 Mal vergeben. Die Spitzenposition gibt Sophia/Sofia nur ungern ab: Von 2022 bis 2025 war sie nur einmal nicht auf Platz eins. Knapp dahinter mit 38 Nennungen ist Emilia. Sie kletterte vom siebten Rang auf den zweiten Platz. Wie Emilia ist auch Lilly/Lilli/Lily um fünf Positionen hochgerutscht. Diesen Namen haben 33 Babys bekommen. Das Standesamt Freiburg fasst dabei in der Statistik ähnlich klingende Namen mit anderen Schreibweisen zusammen.
Der Name Jakob hat großen Sprung nach vorne gemacht
Bei den Jungennamen ist ebenfalls ein ehemaliger Spitzenreiter zurückgekehrt. Matteo/Matheo/Mateo war zuletzt 2020 auf Platz eins, nun ist er es mit 48 Nennungen erneut. 41 Mal haben Eltern den Namen Noah vergeben. Der Vorjahressieger ist damit um einen Rang abgerutscht. Die Bronzemedaille geht an Jakob/Jacob, der mit 37 Nennungen einen großen Satz nach vorn gemacht hat: Er ist vom 18. auf den dritten Rang aufgestiegen.
Der erste Neuzugang auf der Liste der am häufigsten gewählten männlichen Vornamen, Raphael/Rafael, findet sich erst an 16. Stelle. Die erste Wiedereinsteigerin bei den Mädchennamen ist Charlotte auf Platz elf.
Bedeutung für viele Eltern wichtig
Während viele Eltern auf bekannte und beliebte Namen setzen, zeigt die Gesamtstatistik 2025 eine besonders große Vielfalt auf. Die Freiburger haben insgesamt 2135 unterschiedliche Erstnamen vergeben und damit sogar den Rekord aus dem Jahr 2021 (2103 Namen) gebrochen.
Die Bedeutung spielt dabei für viele Eltern eine wichtige Rolle. Bestimmte Namen entstammen alten Sprachen wie dem Persischen, zum Beispiel Peri – engelartige Fabelwesen aus der persischen Mythologie. Ähnlich fantastisch mutet auch der Name Aura an. Es handelt sich dabei nicht nur um das Jugendwort des Jahres 2024, sondern auch um die griechische Göttin des Windes.
Ähnlich klingt der Name Auri, aber er bedeutet etwas ganz anderes: nämlich „goldene Morgenröte“ auf Finnisch. Ebenfalls aus dem „Land der tausend Seen“ kommt Lumi, was Schnee bedeutet. Ein weiterer Name mit Bezug zur Natur lautet Everett, altenglisch für „tapferes Wildschwein“. Auch aus der Bücherwelt haben sich Eltern inspirieren lassen: Atréju wird in „Die unendliche Geschichte“ auf die Suche geschickt, ein Heilmittel für die Kindliche Kaiserin zu finden. Aus dem Nigerianischen stammt der Name Ayomide, was „meine Freude ist angekommen“ bedeutet.
Auch bei den Zweitnamen gibt es wenig Bewegung
Das Ranking der beliebtesten Namen bezieht sich auf den Erstnamen. Etwas mehr als die Hälfte der Kinder erhielt nur einen Vornamen, 45 Prozent bekamen zwei Vornamen. Drei Vornamen oder mehr bleiben die Ausnahme. Vier Kinder haben fünf Vornamen bekommen. Bei den drei beliebtesten Zweitnamen für Mädchen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur die Reihenfolge der beiden Erstplatzierten geändert: Marie (71 Nennungen), Sophie (54 Nennungen) und Maria (48 Nennungen) sind wieder auf dem Treppchen gelandet. Bei den Jungen sind Maximilian (22 Nennungen) und Emil (21 Nennungen) wieder unter den Top drei der Zweitnamen, neu dabei ist Paul (21 Nennungen).
Die Liste der Lieblingsnamen berücksichtigt alle Kinder, die im jeweiligen Jahr in Freiburg geboren und deren Namen vom städtischen Standesamt beurkundet wurden.