„Ich würde es wieder tun“ sagte Bas Rikken, Schüler der Beruflichen Schule Horb, in seinem Bericht vor 120 Schülern in der Beruflichen Schule und vor 80 Schülern am Martin Gerbert Gymnasium. Die Rede ist von einer Stammzellen-Spende.
In seinem Bericht erwähnte er, dass er selbst vor zwei Jahren bei der vom Lions Club Horb-Sulz organisierten Stammzellen-Typisierung mitmachte. Anfang dieses Jahres, kam dann der Anruf, ob Rikken bereit wäre, Stammzellen nun konkret für einen Notfall zu spenden, was er dann gemacht hat. Damit hat er einer über 30-jährigen Frau das Leben gerettet. Schließlich braucht man bei Blutkrebs, um diesen heilen zu können, einen exakt passenden Spender (in Form von Blut oder Knochenmark), um überleben zu können. Diese benötigten „passenden“ Spender, kann man nur in Form einer Stammzellen-Typisierungsaktion finden.
Der Praxisbericht war so emotional spannend, dass Georg Neumann, der Organisator dieser Aktion vom Lions Club Horb-Sulz, sagte: „Es war so still im Vortragsraum, man hätte eine Nadel fallen hören können“. Daraufhin haben fast alle Schüler, die älter als die benötigte Altersgrenze von 17 Jahren waren, mitgemacht.
Dann wurde von jedem Teilnehmer, mit einer Art Wattestäbchen Speichel aus dem Mund erfasst, ordentlich beschriftet, um dies dann im Labor in Tübingen analysieren zu lassen. Laut langjährigen Erfahrungswerten könne man sagen, dass ab 50 Teilnehmern, die mitmachen, im Laufe der Jahre, mindestens ein Menschenleben gerettet werden könne, teilt der Lions Club mit.
Rekord beim Lions Club Horb-Sulz
Es haben insgesamt 172 Schüler mitgemacht, und sich typisieren lassen (118 an der Beruflichen Schule Horb und 54 Schüler am MGG Horb): Das sei bisheriger Rekord beim Lions Club Horb-Sulz.
Der Lions Club schreibt: „Ohne die aktive Mithilfe bei der Organisation von den Schulen wäre es nicht möglich gewesen: Ohne den Rektor der beruflichen Schule Horb, Jochen Lindner mit seinem Team sowie einer ganzen Klasse, die bei der Typisierung halfen, sowie Rektor Volker Offenhäuser und Stellvertretender Rektor Christian Schaal und deren Team und acht Schulsanitätern aus der Kursstufe zwei, die auch bei der Typisierung halfen, wäre dies nicht möglich gewesen.“
Lions Clubs spendet fast 6000 Euro
Da ein Test 50 Euro kostet, übernimmt der Lions Club diese Kosten. Die Spendensumme des Lions Clubs beträgt 5850 Euro. Vom Lions Club Horb-Sulz haben zehn Personen bei dieser Aktion tatkräftig mitgeholfen: Heike und Markus Steinhart, Bea Dörr, Margrit Link-Neumann, Georg Neumann, Markus Rettenmeier, Martin Killing, Oliver Riese, Hans-Joachim Eckert, Johannes Dorner.