Laurin Curda spielt beim SC Paderborn eine fantastische Saison. Sein Potenzial war schon bei der TSG Balingen offensichtlich – findet zumindest sein ehemaliger Trainer.
69 Pflichtspiele absolvierte Laurin Curda von 2021 bis 2023 im Trikot der TSG Balingen. Nach zwei Jahren an der Eyach wechselte er dann zum SC Paderborn in die 2. Bundesliga. Dort erlebt der 24-Jährige in seiner dritten Saison derzeit einen echten Durchbruch.
34-mal kam der gebürtige Ludwigsburger für das Team von Cheftrainer Ralf Kettemann zum Einsatz. Nach Keeper Dennis Seimen verbrachte er von allen Akteuren im Kader die meiste Zeit auf dem Rasen (2.989 Minuten).
Relegation gegen Wolfsburg
Mit sieben Toren und acht Vorlagen in der Liga hat der rechte Mittelfeldspieler einen riesigen Anteil daran, dass die Paderborner in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg – und damit um den Aufstieg in die Bundesliga – kämpfen. Nicht umsonst kursieren seit einigen Wochen Gerüchte, dass der Ex-Balinger sowohl bei einigen Bundesligisten als auch bei Klubs im Ausland auf dem Wunschzettel steht.
Für Martin Braun, Curdas Trainer bei der TSG Balingen, ist der Aufschwung seines ehemaligen Schützlings keine sonderlich große Überraschung: „Ich war mir nach seinem Wechsel aus Sandhausen zu uns relativ schnell sicher, dass Laurin das Potenzial hat, höherklassig zu spielen“, erinnert sich der 57-Jährige, der zuletzt den FV Ravensburg in der Oberliga trainierte. „Er hat in Stuttgart und Hoffenheim eine enorm gute Ausbildung genossen, weshalb wir uns sicher waren, dass er uns helfen kann“, berichtet Braun vom damaligen Interesse an Curda.
WFV-Pokalsieg 2023 mit der TSG Balingen
„Das hat sich dann ja auch bewahrheitet“, führt der ehemalige TSG-Übungsleiter weiter aus. In zwei Jahren bei den Eyachstädtern war Curda unumstrittener Stammspieler, vervielfachte seinen Marktwert von 10.000 auf 225.000 Euro und gewann mit den Balingern 2023 den WFV-Pokal. „Das Interesse aus Paderborn war dann folgerichtig“, so Martin Braun.
Der Ex-Profi muss nicht lange nach den Gründen für Curdas steilen Aufstieg suchen: „Laurin bringt eine wahnsinnige physische Präsenz mit. Er verbindet Schnelligkeit und Ausdauer wie kaum ein anderer Spieler, den ich kenne.“ Außerdem habe ihm die Mentalität des Rechtsaußen während der gemeinsamen Zeit imponiert, verrät Braun: „Er hatte damals schon eine riesige Motivation, immer besser zu werden.“
Wohin die Reise des Laurin Curda von jetzt an geht, bleibt abzuwarten. Vielleicht ist tatsächlich die Bundesliga der logische nächste Schritt. Stand jetzt lässt sich festhalten, dass der 24-Jährige das Potenzial, dass während seiner Zeit bei der TSG Balingen bereits ersichtlich war, beeindruckend ausschöpft.