Im Trikot des VfL Sindelfingen fühlt sich Verteidiger Max Brendle wohl. Foto: Eibner-Pressefoto/Marco Knab

Die Entscheidung, nicht beim FC Holzhausen zu bleiben, hat Max Brendle nicht bereut. Der Innenverteidiger ist froh, mit dem VfL Sindelfingen ein neues Team gefunden zu haben und spricht von einer „lehrreichen Zeit“ in Holzhausen.

In der Rückrunde hatte Max Brendle den Abgang beim FC Holzhausen verkündet und sich zur neuen Saison dem VfL Sindelfingen angeschlossen. Dieser war durch die Bezirksreform nicht mehr in der Landesliga 3, sondern in der Landesliga 2 gestartet. Somit war es für Max Brendle und das gesamte Team ein Neustart.

 

Vier Jahre war Brendle, der in Empfingen wohnt, zuvor beim FC Holzhausen. Er hatte den Aufstieg in die Oberliga miterlebt sowie das furiose Jahr in der Liga. In der vergangenen Abstiegssaison hatte der Verteidiger nach dem Trainerwechsel, als Karsten Maier übernommen hatte, immer weniger eine Rolle gespielt.

„Sehr lehrreich“

„Im Nachhinein kann ich behaupten, dass es eine sehr gute Entscheidung war, die Konstellation, wie sie in Holzhausen besteht, zu verlassen. Es gab verschiedenste Unstimmigkeiten. Allerdings nicht mit der Mannschaft. Mit ihr hatte ich mich immer super wohlgefühlt und habe auch jetzt noch Kontakt“, sagt der 24-Jährige. Er betont, dass „vor allem das letzte halbe Jahr sehr lehrreich war“ und nicht das, was er sich vorgestellt hatte.

Die Zeit sei für ihn aber abgehakt. In Sindelfingen hat Brendle sogar direkt zum Anfang des Jahres seinen Vertrag verlängert. Dort ist er Stammspieler und hat etliche Einsatzminuten gesammelt. Er fehlte lediglich nach einer Notbremse, nach der er vor der Winterpause pausieren musste.

Früher Trainerwechsel

Mit der Saison bisher ist Brendle nicht unzufrieden. „Trotzdem ist es nicht ganz das, was wir uns vorgestellt haben.“ Aktuell steht man auf Platz vier, zum Ersten, dem Donzdorfer JC, sind es elf Punkte. „Die ersten fünf Spiele werden es in sich haben. Dann lässt sich mehr ableiten.“ Der Wille für mehr sei da. Vor der Saison habe es viel Bewegung im Kader gegeben. Hinzu kommt die neue Liga. Und auch ein Trainerwechsel ganz früh in der Saison habe dazu geführt, dass man sich wieder neu finden musste. „Trotzdem ist es bisher eine solide Saison.“

Als Ziel hat der Verein den Wiederaufstieg in die Verbandsliga ausgegeben. Ganz will Brendle diesen in der aktuellen Saison auch noch nicht abschreiben. „Wir hatten in der Hinrunde eine Serie von neun ungeschlagenen Spielen. Wenn wir wieder sowas schaffen, ist vielleicht noch was drin.“ Schließlich habe die vergangene Saison in der Landesliga 3 gezeigt, dass so früh nichts entschieden ist.

Was das Team anbelangt, fühlt sich Brendle wohl. „Wir sind sehr jung, mit vielen individuell guten Spielern. Allerdings zeigt sich, dass wir noch viel lernen müssen“, sagt der Innenverteidiger, der auf eine starke Restsaison setzt.