Der Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2026 der Stadt Rheinfelden eröffnet für den Stadtteil Herten nur wenige Möglichkeiten für Investitionen.
In der öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrats stellte Stadtkämmerer Philipp Reiher am Montag den Haushaltsplanentwurf 2026 vor, der ein Minus in Höhe von 5,24 Millionen Euro vorsieht. Spätestens ab dem kommenden Jahr müssten Konsolidierungsmaßnahmen eingeleitet werden, so der Kämmerer.
Nur wenig ist umsetzbar
Zu den konkreten Maßnahmen für Herten zählte Reiher im Ergebnishaushalt den Unterhalt für die Scheffelschule/Halle (24 000 Euro), die Dachsanierung im Verbindungsbau (50 000 Euro) sowie die WC-Sanierung im Jahr 2027 mit 35 000 Euro. Außerdem bezifferte er die Kosten für das Schulinventar mit 20 000 Euro, den Unterhalt der Gebäude mit 163 000 Euro sowie die Schulkinderbetreuungskosten für Herten mit 212 000 Euro. Die Kosten für die Ortsverwaltung betragen darüber hinaus 25 000 Euro, während für die Jugendarbeit im Jugendkeller Morgenrot 2500 Euro vorgesehen sind. Eine Sanierung der WC-Anlage im Jugendkeller soll hingegen erst im Jahr 2028 für 25 000 Euro erfolgen.
Hallenboden wird saniert
Die Hertener Ortschaftsräte freuten sich aber dennoch über die Sanierung des Hallenbodens in der Scheffelhalle, während man sich gleichzeitig darüber wunderte, dass nun doch noch an der alten Halle die ein oder andere Sanierungsmaßnahme vorgenommen wird, obwohl man bei einer gesamten Betrachtung der Kostenlage vielleicht auch einen Neubau ins Kalkül ziehen könnte, sagten einige Ortschaftsräte.
Nico Kiefer kritisiert Kosten für Organisationsuntersuchung
Nico Kiefer (SPD) sprach sogar von einem Haushaltsplanentwurf, der noch nie so wenige Posten für Herten ausgewiesen habe. Zudem bekundete er seinen Unmut über die aktuelle Umfrage zum Thema „Zukunft deiner Ortsverwaltung“. Für das Gesamtpaket aus Organisationsuntersuchung zur zukunftsfähigen Ausgestaltung von Bürgerservice, Bürgerbüro und Ortsverwaltungen plus besagte Umfrage geht die Stadt Rheinfelden von Kosten in Höhe von 100 000 Euro aus. Kiefer zufolge sei ein solcher Betrag angesichts der Haushaltssituation völlig ungerechtfertigt. Am Ende stimmten die Ortschaftsräte aber dennoch dem Haushaltsplanentwurf einstimmig zu wohlwissend, dass die Jahre der Konsolidierung erst noch bevorstehen.