Der städtische Betriebshof in Ebingen weist mehrere sanierungsbedürftige Baustellen auf. Foto: Eyrich

Das Ebinger Gebäude des städtischen Betriebshofs muss dringend Saniert werden. Rund 600 000 Euro könnte dies kosten.

Albstadt-Ebingen - Der städtische Betriebshof in Ebingen besteht aus drei Gebäuden: dem Hauptgebäude mit Verwaltung und Waschhalle, der Großraumgarage und dem Salzlager. Alle drei sind zwischen 1972 und 1974 entstanden und leiden an denselben Alterskrankheiten wie Albstadts Schulen und Parkhäuser aus den 1970er Jahren: Der Beton bröckelt, die Armierung rostet vor sich hin, und der energetische Zustand entspricht in keiner Weise heutigen Standards.

Risiko einer Explosion

Das ist aber noch nicht alles. Die Unterfluranlage in der Kfz-Werkstatt ist defekt; gefährliche, zum Teil auch brennbare Gase und Dämpfe werden nicht mehr abgeführt. Die Scherenbühne in der Waschhalle rostet; ihre Stabilität ist nicht mehr garantiert. In den Gefahrenstofflagern können flüssige Gefahrenstoffe nicht sachgerecht gelagert werden; zudem fehlt eine Entlüftung, weshalb sich das Risiko einer Explosion nicht ausschließen lässt.

Die Abscheideranlage sieht auch nicht gut aus; einen Schwarz-Weiß-Bereich mit zeitgemäßer Sauber-Schmutzig-Trennung gibt es nicht.

Alternative wäre die Schließung

Daraus wird klar: Eine Sanierung ist unumgänglich – eine Alternative wäre die Schließung. Das Technische Gebäudemanagement der Stadt hat in Abstimmung mit dem Betriebshof und mehreren externen Büros eine Entwurfsplanung für die Sanierung erarbeitet; die Gesamtkosten werden darin mit rund 600 000 Euro veranschlagt. Mehr als die Hälfte dieses Auftragsvolumens hat der Albstädter Gemeinderatssitzung jetzt vergeben: Die Heizungs- und Sanitärinstallation übernimmt für 179 298 Euro die Firma HET Haus- und Energietechnik, die Lüftungsanlage installiert gegen Zahlung von 150 936 Euro die Firma Ernst Rieber.

Beide Unternehmen sind in Albstadt zu Hause; beide hatten als einziges unter acht respektive sechs Unternehmen, welche die Stadt angeschrieben hatte, ein Angebot abgegeben. Sie sollen die Arbeit unverzüglich aufnehmen und nach Möglichkeit bis Ende April 2022 abschließen.