Die Städtepartner beim Abschlussabend der Vereine Foto: Christian Leitherer

Vor allem die Gäste, die zum ersten Mal beteiligt waren, schwärmten nach dem Städtepartnerschaftstreffen in Weil am Rhein von der Gastfreundschaft und dem Miteinander.

Die 42 Gäste der Weiler Städtepartner aus Trebbin und Bognor Regis verließen am Samstagnachmittag die 3-Länder-Stadt per Flugzeug und Bahn. Sie traten die Heimreise vor allem mit dem Gefühl an, die langjährigen Beziehungen nachhaltig aufgefrischt zu haben – durch einige einprägsame Besichtigungstouren und vor allem intensive Gespräche mit ihren privaten Gastgebern, beim städtischen Empfang und dem fröhlichen Ausklang im evangelischen Gemeindehaus in Alt-Weil.

 

Nächstes Treffen in Trebbin

Der damalige Oberbürgermeister Peter Willmann hatte wohl recht, als er das Verhältnis zwischen Weil am Rhein und seinen beiden weiter entfernen Partnerstädten Bognor Regis südlich von London und Trebbin in Brandenburg südlich von Berlin bei der offiziellen Partnerschaftsfeier in Trebbin 1990 als „keusche Dreiecksbeziehung“ bezeichnet hatte. Der achtsame Umgang miteinander, der zu Zeiten der Wende moralische und strukturelle Hilfe für Trebbin und auch nach dem Brexit Kontinuität für den europäischen Anker von Bognor Regis bedeuteten, findet seine Grundlage durch die langjährigen persönlichen Beziehungen. Diese werden jedes Jahr aufgefrischt durch die fünftägigen Treffen bei einem der Partner: im vergangenen Jahr in Bognor Regis, im nächsten Jahr in Trebbin, wie sich Bürgermeister Ronny Haase beim Empfang durch Oberbürgermeisterin Diana Stöcker schon freute (wir berichteten).

Gemeinsam wurde eine Vogesenfahrt unternommen und eine Ferme Auberge besucht. Foto: Tonio Paßlick

Der Vorstand des Weiler Städtepartner-Vereins um Christian Leitherer und Klaus Geese, Hans-Jürgen Friedrich und Andrea Kuntzmann oder engagierte Beiräte wie Carola Volk hatte sich wieder viel Mühe gegeben, den Gästen ein attraktives Programm zu bieten, bei dem Ausflüge immer wieder unter neuen Aspekten organisiert werden sollten. Kernpunkte sind die beiden Empfänge von Stadt und Verein, aber die Grundlage ist die Aufnahme bei privaten Gastgebern. Auch dieses Jahr waren wieder einige neue Gastgeber bereit, neue Freundschaften zu entwickeln, die Gäste individuell bei Ausflügen nach Basel, in den Schwarzwald oder an interessante Punkte in Weil wie Ötlingen, den Vitra Campus oder die Dreiländerbrücke zu geleiten.

Christian Leitherer, Vorsitzender des Weiler Städtepartner-Vereins, und Sasha Levtov (rechts) Foto: Christian Leitherer

So wie Leitherer, der seinen Gast Sasha Levtov die Brücke zeigte. Levtov ist Gründer und Leiter der privaten Musikschule von Bognor Regis. Er war zuletzt bei der Landesgartenschau 1999 in Weil am Rhein, wo einige Gitarren-Schüler von ihm mitwirkten. Inzwischen hatten auch Meisterschüler von ihm wie Samuel Brown Konzerte in Weil gegeben. In diesem Jahr brachte er seine Schülerin Evalina mit, die beim Abschlussabend genauso musikalische Akzente setzte wie Christian Leitherer mit Freunden wie Michael Feldges.

Ausflüge in der Region

Die beiden großen Ausflüge in die Vogesen und nach Freiburg wurden auch von jeweils acht Weilern begleitet. Führungen vor Ort und Erläuterungen bei den Fahrten schufen Verständnis und gute Einblicke in die Region. Am Samstag war die Stimmung nach den drei Tagen entsprechend fröhlich und entspannt.