Eine Delegation aus Hausach weilte in der Partnergemeinde Arbois, wo auf dem Hausach-Platz eine Gedenktafel anlässlich fünf Jahrzehnten Jumelage enthüllt wurde. Arbois` Bürgermeisterin Valérie Depierre würdigte die tief verwurzelte Partnerschaft.
Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr der 50-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Hausach und Arbois wurde am vergangenen Wochenende gefeiert. Diesmal reisten zahlreiche Freunde nach Arbois, um am Sonntag feierlich die Gedenktafel, die an die beiden damaligen Bürgermeister Manfred Kienzle und Constant Chauvin erinnert, auf dem Hausach-Platz zu enthüllen. Sie waren es, die 1974 die erste Partnerschaftscharta zwischen beiden Städten ausarbeiteten und unterzeichneten. So wurde der Grundstein für eine Beziehung gelegt, die Jahr um Jahr reifte und reicher wurde.
Gedenktafel erinnert an Gründer der Partnerschaft
„Eine Freundschaft, die verbindet, bereichert, die dem Wohle aller dient und ein Vorbild für andere sein kann“, appellierte Kulturamtsleiterin Melanie Axmann, sich weiterhin für die Freundschaft einzusetzen. Lange Freundschaften seien wie alte Bäume, die tief verwurzelt sind und den Stürmen des Lebens standhalten. „Wir haben Arbois, Hausach und uns gegenseitig im Herzen“, bekräftigte sie im Namen des erkrankten Hausacher Bürgermeisters Wolfgang Hermann sowie aller Hausacher. „Die Gedenktafel, die wir enthüllen, soll uns an diese Erbe erinnern. Aber es ist nicht nur ein Zeugnis der Vergangenheit: Es ist ein Signal für die Zukunft“, betonte die Arboiser Bürgermeisterin Valérie Depierre. „Unsere jungen Menschen sind mit der Entdeckung einer anderen Sprache, einer anderen Kultur aufgewachsen, vor allem aber mit der Entdeckung, dass wir viel mehr gemeinsam haben, als das, was uns trennt – was für ein Reichtum“, betonte Depierre.
Diese Partnerschaft müsse heute eine universelle Botschaft vermitteln, die des Friedens in der Welt. „Denn diese Freundschaft zwischen Arbois und Hausach kann auch das Symbol eines Ideals sein, das einer Welt, in der wir uns dafür entscheiden, die Hand auszustrecken und ein Beispiel zu geben.“ Diese Freundschaft könne jedoch nur durch Projekte, Treffen und neue Ideen erhalten bleiben, unterstrich die Bürgermeisterin.Dass neue Ideen da sind und es schon einige Termine gibt, zeigte sich tags zuvor bei der gemeinsamen Sitzung des Comitée de Jumelage und dem Arbeitskreis Partnerschaft im Sitzungssaal des Arboiser Rathauses. Feierlich wurde es auch, als die Partnerschaftsurkunde, die beim Jubiläumswochenende im vergangenen September in Hausach erneuert und Bürgermeisterin Valérie Depierre sowie Bürgermeister Wolfgang Hermann unterzeichneten, nun im Trauzimmer aufgehängt wurde. Die deutsche Nationalhymne und Europahymne „Ode an die Freude“, von Christian Bacheley am Flügel gespielt, umrahmten diesen Akt.
Die Geselligkeit kam im Anschluss nicht zur kurz. Gemeinsam feierten und tanzten die Freunde zu den Klängen der Kinzigtäler Band „Mannish Boys“. Claus-Dieter Ruf, Peter Dold, Wolfgang Winterhalder und Manuel Seitz heizten im Gemeindesaal mit Rock- und Bluesklassikern sowie eigenen Stücken ein. Die französischen Gastgeber verwöhnten ihre Freunde aufs Beste, sie tischten über das gesamte Wochenende immer wieder zahlreiche Leckereien auf. Dabei flossen Wein und Crémant in den sprichwörtlichen Strömen.
Spende für die Jugend
Kurz vor der Heimfahrt gab es von Hausacher Seite noch eine Überraschung der unerwarteten, aber schönen Art. Die bei der Enthüllung sichtlich gerührte Christina Kienzle spendete einen Betrag in Höhe von 500 Euro für die Jugendarbeit in Arbois. Diese Geste wurde mit Respekt aufgenommen und mit einem großen Beifall voller Dankbarkeit belohnt.