Claudius Bierig verabschiedet sich nach über 44 Jahren im Dienst der Stadtwerke Freudenstadt in den Ruhestand.
Claudius Bierig hat sich nach über 44 Jahren im Dienst der Stadtwerke in den Ruhestand verabschiedet.
Sein beruflicher Werdegang begann laut Mitteilung der Stadtwerke bereits früh: Von 1977 bis 1980 absolvierte Bierig seine Ausbildung zum Elektriker bei der Firma Eisele in Glatten und legte die Gesellenprüfung ab. Es folgte der Wehrdienst bei der Fernmeldekompanie 880 in Bad Bergzabern.
1981 trat Bierig als Elektromonteur ins städtische Elektrizitätswerk ein. 1986 bestand er die Meisterprüfung, 1987 übernahm er Verantwortung als Vorarbeiter. Seine Führungsqualitäten führten ihn 1988 zum Vize-Betriebsleiter der Elektrizitätsversorgung. Ab 1991 war er maßgeblich am Aufbau der Netzwarte beteiligt – ein Meilenstein für die technische Entwicklung der Stadtwerke. 1995 wurde er Vize-Betriebsleiter der Stromversorgung, 1998 Betriebsleiter des Elektrizitätswerks.
Ständchen zum Abschied
Seit 2019 war Bierig als Hauptabteilungsleiter Technik mit Prokura tätig und trug in dieser Funktion eine zentrale Verantwortung für die technische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Stadtwerke Freudenstadt.
Die Mitarbeiter waren ihm stets besonders wichtig. Sein Spitzname „Papa B“ spreche für sich, heißt es weiter in der Mitteilung der Stadtwerke: Mit Engagement und Fürsorge habe er immer ein offenes Ohr für die Anliegen seiner Mitarbeiter gehabt. Seine Wertschätzung gegenüber Kollegen und Belegschaft zeigte sich auch bei seiner Verabschiedung: Mit einem Abschiedsessen in den Räumen der Stadtwerke dankte er allen persönlich. Bierig wurde dabei mit vielen Geschenken überrascht. Ebenso sorgte die eigens für den Abend formierte Stadtwerke-Kapelle mit einem Ständchen für eine Überraschung – dieses durfte Bierig gleich selbst dirigieren.
Erstes Reiseziel: die Olympischen Winterspiele
Neben seinem beruflichen Engagement war und ist er auch privat äußerst aktiv. Über viele Jahre war er in der Stadtkapelle Freudenstadt aktiv und stand von 1989 bis 2018 dem Musikverein Besenfeld als Dirigent vor. Bis heute ist er dem Verein verbunden: als Ehrendirigent und aktiver Musiker.
Im Ruhestand wird es Bierig keineswegs langweilig. Mit seiner Frau will er künftig mehr reisen – gleich im Februar zu den Olympischen Winterspielen in Norditalien.
Geschäftsführer Peter Günther würdigte die außergewöhnlichen Verdienste von Bierig: „Mit Claudius Bierig verabschieden wir nicht nur einen hochkompetenten und erfahrenen Techniker, sondern auch eine Persönlichkeit, die die Stadtwerke Freudenstadt über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat. Sein Engagement, seine Verlässlichkeit und sein großes Verantwortungsbewusstsein und seine menschliche Art waren für unser Unternehmen von unschätzbarem Wert. Dafür danken wir ihm herzlich.“