Die Stadtwerke Hechingen rechnen auch in diesem Jahr wieder mit einem Verlust beim Betrieb des Parkhauses und der Tiefgarage.
Der Wirtschaftsplan der Stadtwerke Hechingen für 2026 ist vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet worden. Aus dem Plan geht auch hervor, wie viel Strom, Wasser und Gas die Haushalte in Hechingen verbrauchen. Zudem sind Bauarbeiten am Parkhaus Stadtmitte vorgesehen.
Die Stadtwerke rechnen auch für dieses Jahr wieder mit einem Verlust beim Betrieb des Parkhauses Stadtmitte und der Tiefgarage „Museum“.
Schon im Vorjahr lag der Verlust bei 146.000 Euro, dieses Jahr rechnen die Stadtwerke mit einem Minus von 150.000 Euro. Ins Parkhaus Stadtmitte sollen 100.000 Euro in die Sanierung des Aufzugs sowie in die Betonsanierung investiert werden.
Strom: 16,1 Millionen kWh
Der Stromverbrauch in Hechingen steigt seit dem Jahr 2022. Damals gaben die Stadtwerke gut 13 Millionen Kilowattstunden (kWh) ab, für 2026 wird mit 16,1 Millionen kWh gerechnet. Die Beschaffungskosten liegen bei rund 1,40 Millionen Euro. Aus den Unterlagen der Stadtwerke geht auch hervor, dass Stromsteuer, KWK-Umlage, Konzessionsabgaben und Netzentgelte besonders zu Buche schlagen werden. Die Kosten dafür liegen bei 2,47 Millionen Euro. Zum 1. Januar 2026 haben die Stadtwerke die Strompreise dennoch gesenkt. Ob diese Strompreise beibehalten werden können, hängt von den Entwicklungen am Energiemarkt ab, heißt es im Betriebsplan.
Wasser: 1,62 Millionen m³
Die Stadtwerke rechnen damit, dass in Hechingen dieses Jahr 1,16 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht werden (nutzbare Wasserabgabe). Die Menge des tatsächlichen Wasserbezugs ist höher: 299.000 Kubikmeter werden von der Bodensee-Wasserversorgung bezogen, 823.000 Kubikmeter vom Zweckverband Wasserversorgung Hohenzollern und aus eigenen Quellen kommen 500.000 Kubikmeter. Die Kosten für den Bezug des Wassers beziffern die Stadtwerke auf rund 936.000 Euro (das sind rund 10.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr).
Der Gasverbrauch in Hechingen verharrt 2026 auf einem vergleichsweisen niedrigen Niveau. Für dieses Jahr ist eine Abgabemenge von 61,4 Millionen kWh geplant. Von 2015 bis 2021 lag die Abgabemenge noch bei mehr als 200 Millionen kWh. In den Jahren darauf sank der Gasverbrauch rapide. Die Prognose für dieses Jahr steht freilich unter dem Vorbehalt des Witterungsverlaufs. Auch beim Gas schlagen Steuern zu Buche: Rund 1,1 Millionen Euro kommen zum eigentlichen Beschaffungspreis hinzu (Energiesteuer, Konzessionsabgabe, Bilanzierungs-, Gasspeicher- und BEHG-Umlage). Die Beschaffungskosten alleine liegen bei 4,08 Millionen Euro.
Schulden: 18,4 Millionen Euro
Die Stadtwerke Hechingen hatten zum 1. Januar 2026 Schulden in Höhe von rund 17,77 Millionen Euro. Davon getilgt werden dieses Jahr rund 778.000 Euro. Dennoch können die Stadtwerke ihre Ausgaben nicht vollständig aus eigener Kraft decken. Deshalb wird erwartet, dass der Schuldenstand zum 31. Dezember 2026 auf rund 18,4 Millionen Euro ansteigt.