Die Stadtwerke Balingen haben im Ausschuss den Wirtschaftsplan für 2026 präsentiert. Es gibt viel zu tun.
Stadtwerke-Chef Markus Streich ist seit gut einem Jahr im Amt. Nun kommt einiges an Arbeit auf ihn und sein Team zu. Am Dienstagabend legte Streich den Wirtschaftsplan im Ausschuss vor.
Das Gremium sprach mit Blick auf die Zahlen schonungslos an, dass sich eilig etwas ändern müsse. Oder in den Worten des Oberbürgermeisters: Der Tanker Stadtwerke befindet sich aktuell in sehr unruhigem Fahrwasser.
Die nackten Zahlen lesen sich für den Planansatz 2026 folgendermaßen: „Unter Berücksichtigung aller Spartenergebnisse ergibt sich für die Stadtwerke im Wirtschaftsplan 2026 ein Verlust in Höhe von 4583 Euro“, heißt es.
Ein „weiter so“ kann es künftig nicht mehr geben
„Wir müssen die wirtschaftlichen Herausforderungen der Stadtwerke nun entschlossen angehen sowie eine zukunftssichere Strategie ausbilden“, betonte Streich im Ausschuss. Der Blick in die Vergangenheit offenbart nämlich, dass es ein Weiter so wohl nicht geben kann.
Nachdem der Abschluss für 2022 noch einen Gewinn von gut 300.000 Euro vorweist, folgen darauf tief rote Zahlen – 2023 ein Minus von 1,6 Millionen Euro, 2024 minus 3,5 Millionen und 2025 minus 3,9 Millionen Euro.
Hinzu kommt: Die Zahlen der Jahre 2023 bis 2025 sind noch nicht einmal fix. Hier fehlen noch immer die Abschlüsse. Konrad Bonislawski von den Stadtwerken versprach im Gremium, dass diese bis Ende des Jahres vorliegen sollen. „Wir brauchen ganz dringend die Abschlüsse, um vernünftig planen zu können“, mahnte Erwin Feucht (Grüne) an und unterstellte den Stadtwerken starke Umsatzschwankungen. Stephan Reuß (FDP): Wir müssen schonungslos aufarbeiten, wie diese Zahlen zustande gekommen sind.
Auch Oberbürgermeister Dirk Abel merkte an, dass die wirtschaftliche Situation nicht so ist, wie er sich das gewünscht hätte.
Einig sind sich alle Parteien, dass der neue Stadtwerke-Chef Markus Streich dafür nicht verantwortlich gemacht werden könne. „Aber wir alle zusammen müssen nun daran arbeiten, dass der Tanker Stadtwerke wieder in ruhigere Gewässer kommt“, so Abel.