Sebastian Grasser ist beruflich in seinen Wohnort gewechselt. Foto: Jacqueline Geisel

Nachdem Erik Beckmann zum Kämmerer der Gemeinde Seewald berufen wurde, war die Stelle in Wildberg unbesetzt.

Diese Stellenbesetzung ist ein Glücksfall für alle Seiten: Die Stadtverwaltung hat wieder einen Abteilungsleiter für Finanzen sowie auch einen Stellvertreter für die Fachbereichsleitung.

 

Zum 1. November konnte die Position mit einem passenden und motivierten Kandidaten besetzt werden: Sebastian Grasser. Er hatte schon länger eine Stelle in einer Verwaltung antreten wollen – und konnte dies nun auch noch wohnortnah.

Stelle war unbesetzt

Nachdem Erik Beckmann zum Kämmerer der Gemeinde Seewald berufen worden war, war die Stelle des Leiters der Abteilung Finanzen unbesetzt. Und damit auch die Stelle der stellvertretenden Leitung des Fachbereichs Innere Dienste.

Sebastian Grasser hat seine berufliche Karriere mit einer Bankausbildung begonnen. Er merkte jedoch schnell, auch während seines freiwilligen sozialen Jahres an einer Schule, dass er andere Weiterentwicklungsmöglichkeiten suchte.

Studium im Fach Steuerverwaltung

Also begann der heute 35-Jährige ein duales Studium im Fach Steuerverwaltung. Seinen praktischen Anteil des Studiums absolvierte Sebastian Grasser beim Finanzamt. Nach seinem erfolgreichen Bachelor-Abschluss war er mehrere Jahre in der Steuerprüfung beim Finanzamt Böblingen tätig, bis er sich bei der Oberfinanzdirektion in Stuttgart neue berufliche Herausforderungen suchte. Dort war Sebastian Grasser für EU-Subventionen zuständig.

Bei Kommune „näher dran“

„Jetzt wechsle ich sozusagen die Seiten“, scherzt er. Damals prüfte er die Vergabe von Fördermitteln, in der Wildberger Stadtverwaltung wird er unter anderem für die Beantragung solcher verantwortlich sein. „Die Arbeit hat mir echt Spaß gemacht und wir waren ein tolles Team“, erzählt Grasser. „Ich hatte aber schon länger überlegt, zu einer Kommune zu wechseln.“ Dieses Tätigkeitsfeld finde er interessant, da man „näher dran“ sei. „Man kann mitgestalten und agieren anstatt reagieren.“

Bereits vor gut dreieinhalb Jahren fand Sebastian Grasser den Weg nach Wildberg, weil er dort eine attraktive Wohnung fand. Nur deshalb fiel ihm zufällig die Stellenausschreibung im Mitteilungsblatt ins Auge. Kurz entschlossen rief er bei Fachbereichsleiter Andreas Bauer an und erzählte von sich. Die beiden verstanden sich auf Anhieb, auch die fachliche Seite passte – und so erhielt Sebastian Grasser zügig die erhoffte Zusage.

Im eigenen Wohnort

Die neue Position hat für ihn einen entscheidenden Vorteil: Irgendwann in der Zukunft werde er durch seinen Wohnort fahren und Projekte sehen, an denen er mitgewirkt und mitgestaltet hat. Ganz abgesehen davon, dass er durch seine Aufgaben an sich auch sehr viel mitbekomme und viele verschiedene Themen über seinen Tisch wandern. Die Wildberger Verwaltung habe dafür genau die richtige Größe: „Ich bekomme viel mit, es gibt viele interessante Projekte und kann meine neuen Kollegen persönlich kennenlernen.“

Neben der Leitung der Finanzabteilung mit sieben Mitarbeitern gehören zu Sebastian Grassers zukünftigen Aufgaben die Mitarbeit bei der Aufstellung und dem Vollzug des Haushaltsplans, inklusive Controlling, die Erstellung der Jahresrechnungen sowie die Bearbeitung von Thematiken rund um den Paragrafen 2b des Umsatzsteuergesetzes. Zusätzlich wird er sich um die Erarbeitung von Gebührenkalkulationen sowie um die Projektleitung von verschiedenen Schwerpunktaufgaben kümmern.