Den Schulen in Villingen-Schwenningen droht künftig eine strengere Budgetkontrolle. (Symbolbild) Foto: kamasigns - stock.adobe.com/Cevahir

Die Schulen in VS bekommen von der Stadt eine Pro-Kopf-Pauschale für ihre Sachkonten. Mit dem Geld müssen sie haushalten – das klappt aber bisher aus verschiedenen Gründen nicht wie gewünscht.

Das Budget der Schulen ergibt sich jeweils aus einer Pro-Kopf-Pauschale für die Schülerschaft. Dieses Geld wird für Lehr- und Unterrichtsmittel, Lernmittel oder Bürobedarf verwendet.

 

Das Gesamtbudget der Stadt für diesen Bereich lag im vergangenen Jahr bei rund 1,4 Millionen Euro.

Sachgebietsleiterin Alessia Raffaele berichtete nun im Ratsausschuss für Jugend, Bildung und Soziales, dass die Schulen insgesamt eben dieses Budget teilweise deutlich überzogen hätten. Unterm Strich ergibt sich für die Stadt hier ein Defizit von rund 74 000 Euro.

Teure Geräte und Druckkosten

Besonders auffällig seien überzogene Budgets für Mieten und Pachten zum Beispiel für Multifunktionsgeräte und damit verbundene Druckkosten.

Auch ein Mehrbedarf an Programmen und Lizenzen im Bereich der Digitalisierung trug seinen Teil dazu bei und die Abiturvorbereitung und die Prüfungen wurden teurer. In machen Fällen geht es aber auch um Verschiebungen in der Finanzarithmetik, manche Buchungen zum Beispiel von Spenden können erst im Folgehaushaltsjahr verbucht werden. Bislang war es so, dass die Stadt als Schulträger stets das Defizit ausgleichen musste – aber damit soll nun Schluss sein. „Aufgrund von Vorgaben zur Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit“, so die städtische Mitarbeiterin, führe man eine strengere Budgetkontrolle ein. Die Schulleitungen seien aufgefordert worden, „ihre Budgets engmaschig zu überwachen und Überschreitungen zu vermeiden.“

Zustimmung erforderlich

Eine solche Überschreitung kann künftig wenn überhaupt nur dann erfolgen, wenn die Schulverwaltung, das Amt für Finanzen und Controlling und gegebenenfalls auch der „Herr Oberbürgermeister“, wie es in der Sitzungsvorlage hieß, dies schriftlich freigeben.

Zudem sollen die Schulleitungen direkten Zugang zu einer Buchungssoftware bekommen. Für größere Anschaffungen sollen Einzelmittel beantragt werden können. Für das Budget werden die Zahlen für jeden Doppelhaushalt neu berechnet.

Constanze Kaiser (Grüne), selbst Lehrerin an einer VS-Schule, zeigte sich namens ihrer Fraktion mit den Maßnahmen einverstanden, merkte aber auch an, dass die Handhabung des Buchungssystem in der Praxis ihre großen Tücken habe.

Dirk Sautter (CDU) sagte: „Es ist schon merkwürdig, wie das Budget so überzogen werden kann.“ Gleichzeitig attestierte er den Zuständigen im Fachamt: „Sie haben das Problem erkannt und gute Vorschläge gemacht, wie das angegangen werden kann.“ Auch Ulrike Heggen (Freie Wähler) sah das so: „Die Maßnahmen sind richtig“, meinte sie.