Die Vorstände der SG Schramberg, Maximilian Neudeck (von links), Steffen Dreyer, Claudia Müller und Sumi Storz, überbrachten dem Vorsitzende Ralf Rückert ein Geschenk zum 105- und 75-jährigen Bestehen des Verbands. Foto: Herzog

Der Stadtverband für Sport hat für seine Sportlerehrung am 30. September in der Gymnasium-Aula knapp 100 Anmeldungen von einem Dutzend Vereinen erhalten.

In der Jubiläumshauptversammlung des vor 105 Jahren erstmals und 1950 wieder gegründeten Sport-Stadtverbands im gehobenen Ambiente des Gut Berneck sprach Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr in ihrem Grußwort von einem Coach am Spielfeldrand, der fördere und fordere.

 

Der Dachverband vertrete die Interessen von über 30 Vereinen. Sport halte über alle Altersunterschiede zusammen. Kinder und Jugendliche lernten wichtige Kompetenzen. Die Sportler verbrächten eine gute Zeit miteinander und die Vereine machten die Stadt lebendig und interessant.

„Alle, die ihre Freizeit in den Verein stecken und sich ehrenamtlich engagieren gebührt besonderer Dank“, hob die Oberbürgermeisterin hervor. Die jährliche Sportlerehrung vermittle die Wertschätzung.

Ansprechpartner für die Stadt

Der Sportverband sei deshalb zu einem wichtigen Ansprechpartner für die Stadt geworden. Auch bei weniger erfreulichen Anlässen wie beispielsweise die Schließung der Festhalle Sulgen habe sich der Stadtverband mit dem Vereinsring Sulgen und Steffen Dreyer zusammengesetzt, um Trainingsmöglichkeiten für die Vereine auszuloten, dankte Eisenlohr bei der Überreichung eines Geldgeschenks an den Verbands-Vorsitzenden Ralf Rückert.

In seinem Jahresrückblick erinnerte der Verbandschef an den Empfang von Olympiateilnehmerin Sandra Paruszewski. Die erfolgreiche Ringerin des AV Sulgen werde bei der Sportlerehrung am 30. September einen Vortrag über ihren bisherigen Lebenslauf halten.

Vandalismus an Sportstätten

Im Vorjahr habe Triathletin Nicole Müller über ihren Start beim Iron-Man in Hawaii berichtet. Herausragend sei auch die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft für Brust-Schwimmerin Romina Kopp (SG Schramberg) gewesen.

Weniger erfreulich fand der Vorsitzende vermehrt vorkommender Vandalismus in den Sportstätten. Das von der Stadtverwaltung eingeführte Hallenbuch sei die beste Möglichkeit, um nachverfolgen zu können, wer zuletzt die Halle benutzt habe.

Bei der Sportgemeinschaft (SG) bedankte sich Rückert für die Bereitschaft, während der Schließung der Festhalle Sulgen ihre eigenen Sportstätten für andere Vereine zur Verfügung zu stellen, damit sie trainieren und Wettkämpfe veranstalten könnten.

Langfristig werde eine Generalsanierung oder ein Neubau fällig werden. Da sehe es für Tennenbronn deutlich besser aus, ein Baustart für die Halle Anfang 2026 rücke greifbar näher, so der Vorsitzende optimistisch.

Klamme Stadtkasse

Der Bedarf an Sportstätten bleibe trotzdem so hoch, dass nicht einmal der Schulsport abgedeckt werden könne. Er motiviere jeden, das Deutsche Sportabzeichen zu erwerben, ob als Einzelsportler oder im Team. Die Abnahme organisiere der Verband.

Angesichts der klammen Stadtkasse werde es wohl zu einer Förderkürzung um 25 Prozent kommen. Und Investitionszuschüsse flössen nur, wenn dringender Handlungsbedarf bestünde. „Schramberg bietet dennoch im weiten Umkreis die besten Vereinsförderungen“, betonte Rückert.

Der Finanzbericht von Kassiererin Andrea Deutsch wies ein Minus von rund 260 Euro aus.

Bei den Wahlen gab es keine Veränderungen. Vorsitzender Rückert, Kassiererin Deusch, die Beisitzer Steffen Dreyer und Udo Neudeck sowie Kassenprüfer Thomas Hess wurden für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren bestätigt.