Nach einem harten Fight qualifiziert sich die SG Talheim spektakulär für die Hauptrunde am Sonntag. Foto: Andreas Wagner

Während bei den Herren ein entscheidendes Torwarttor ein knappes Drama mitprägte, sicherten sich zwei dominante Teams den Titel des Horber Stadtteilpokals.

Jubel bei den C-Junioren und den Damen-Teams, große Vorfreude bei den Herren – so lässt sich der sechste und vorletzte Tag des Horber Stadtteilpokals am besten beschreiben. Denn während es bei den Herrenmannschaften um die letzten Tickets für die Hauptrunde ging, fanden am Samstag auch das Frauen- und das C-Jugendturnier statt.

 

Wiedersehen im Endspiel

Bei den Nachwuchskickern ging es direkt mit einem echten Schützenfest los: Mit 11:1 fegte der JFV Nordschwarzwald über die SGM ASV Rexingen/Neckartal II hinweg. Doch trotz der herben Auftaktklatsche ließ sich die Mannschaft aus Rexingen/Neckartal nicht hängen und erreichte sogar das Halbfinale, in dem der VfL Herrenberg deutlich mit 5:1 besiegt wurde.

Im Endspiel kam es dann zum Wiedersehen mit dem JFV, der sich zuvor im Halbfinale mit 10:0 gegen die SGM Trillfingen/Eyachtal durchgesetzt hatte. Wenig überraschend ging der JFV auch als Favorit ins Finale. Obwohl eine weitere Machtdemonstration ausblieb, blieb auch der Finalschock aus: Der JFV Nordschwarzwald krönte seinen bärenstarken Samstag mit einem 2:0-Finalsieg.

„Der JFV hat verdient gewonnen, sie waren unter den C-Junioren das beste Team. Das Finale war deutlich ausgeglichener als das Duell in der Vorrunde, aber auch umkämpfter und an der ein oder anderen Stelle an der Grenze der Härte“, resümierte Grünmettstettens Jugendleiter Florian Hämmerle das letzte Jugendspiel des Turniers – der Rahmenplan am Sonntag ist nämlich vollständig mit der Hauptrunde der Herren gefüllt.

Vinczes Torwarttor prägt wilden Schlagabtausch

Dort wird auch die SG Talheim teilnehmen, nachdem es im letzten Gruppenspiel gegen die SGM Rexingen/Dettingen/Betra hoch herging: Zunächst erzielte Talheims Torhüter Artur Vincze das 1:0. Später bejubelte der Spielertrainer einen späten 3:2-Sieg, obwohl die SG zwischenzeitlich mit 1:2 in Rückstand lag.

Vincze ist seit Herbst Teil von Talheims Trainerteam und wollte laut eigener Aussage „eigentlich nur ab und zu bei der ersten und zweiten Mannschaft aushelfen“. Den Stadtteilpokal kennt er wie seine Westentasche: „Ich spiele bei dem Turnier mit, seitdem ich 18 bin. Vor Talheim habe ich hier schon für Horb und Dettingen gespielt.“

Wie weit es für Talheim letztlich geht, wird sich in den Duellen mit dem SV Vollmaringen und dem VfL Hochdorf zeigen. Damit komplettiert Talheim die Gruppe S – eine von drei „Hauptgruppen“. Gruppe T besteht aus der SGM Bildechingen/Nordstetten I, Titelverteidiger SG Bierlingen-Felldorf und den Gastgebern SG Altheim/Grünmettstetten. Die zweite Mannschaft von Altheim/Grünmettstetten bekommt es zudem mit der SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee und dem FC Horb in Gruppe U zu tun.

Eutingen überrollt die Konkurrenz

Während es bei den Männern also eine „Gruppenphase nach der Gruppenphase“ gibt, wurde das Frauenturnier in einer Gruppe mit sechs Partien ausgespielt. Die Vierergruppe bestand aus dem SV Eutingen, der SGM Glatten/Hopfau sowie der ersten und zweiten Mannschaften der SGM Frommern/Lauffen. Im Auftaktspiel trennten sich die beiden Teams aus Frommern/Lauffen übrigens 1:1.

Anschließend gewann Eutingen mit 8:1 gegen Glatten/Hopfau und legte mit einem 12:1 gegen die SGM Frommern/Lauffen I nach. Im dritten und letzten Gruppenspiel setzte sich Eutingen auch gegen die SGM Frommern/Lauffen II deutlich mit 8:0 durch und krönte sich mit einer Torbilanz von 28:2 zum glasklaren Turniersieger. Besonders Jana Rinderknecht (sieben Tore) und Lisa Baderschneider (sechs Tore) trafen dabei nach Belieben.

Strahlende Sieger: Eutingen erzielt 28 Tore in vier Spielen und dominiert das Frauenturnier. Foto: Leonhardt

Auch Isabell Hartwig war mit fünf Treffern ein wichtiger Teil des Triumphs: „Mir gefällt es hier bei Eutingen bisher sehr gut. Das war heute mein erster Titel seit meinem Wechsel, und wir haben sehr gut gespielt“, blickte Hartwig kurz nach dem Turniersieg auf den Erfolg ihrer Mannschaft zurück. Sie kam erst im Sommer von der TSG Hoffenheim zu den Gäukickern und ist seither unverzichtbar für das Team von Dominik Rakoczy.

Dennoch hätte die ehemalige Bundesliga-Spielerin nichts dagegen, wenn in Horb mehr Frauenteams an den Start gegangen wären: „Ich denke, für die Zuschauer wäre es besser, wenn es bei den Frauen ein gleichwertiges Turnier wie bei den Männern geben würde. Dafür müssten allerdings mehr Teams teilnehmen.“

Nur vier Teams trotz zahlreicher Anfragen

Benjamin Bischof, sportlicher Leiter des Turniers, stimmt Hartwigs kritischem Ton zu und erklärt: „Wir haben insgesamt 13 oder 14 Teams angefragt, sind am Ende aber nur auf fünf Teilnehmer gekommen. Vor zwei Tagen hat dann noch Bierlingen abgesagt, weshalb es heute nur vier Frauenteams waren.“

Insgesamt zeigte sich Bischof dennoch mehr als zufrieden mit dem Turnier, vor allem aus medizinischer Sicht: „Zum Glück gab es bislang noch keine schwere Verletzung. Ich will aber nichts verschreien und hoffe, dass es auch am Finaltag so bleibt.“ Dass es auch anders kommen kann, zeigt der Sparkassen-Indoor-Cup in Balingen: Dort hat sich Stürmer Janik Michel schwer an der Achillessehne verletzt und wird dem Verbandsligisten FC Holzhausen für längere Zeit fehlen.