Auch am dritten Tag des Stadtteilpokals sahen die Zuschauer hochklassigen Fußball. Besonders gut aufgelegt war weiterhin der SV Vollmaringen – ein Neuling im Teilnehmerfeld.
Bevor es für den SV Vollmaringen nach der Winterpause wieder in der Kreisliga A3 um wichtige Punkte im Abstiegskampf geht, tanken die Akteure des Nagolder Klubs aktuell ordentlich Selbstvertrauen in der Halle. Genauer gesagt in der Horber Hohenberghalle, wo der SV dieser Tage erstmals am Stadtteilpokal teilnimmt. „Eigentlich wollten wir letztes Jahr schon mitmachen, da waren dann aber parallel die Stadtmeisterschaften in Nagold“, erzählt Lars Wiedmann, der im Rahmen dieses Turniers kurzerhand vom Stürmer zum Torwart umfunktioniert wurde.
Selbstvertrauen für den Abstiegskampf
Nachdem es in der Liga mit sieben sieglosen Spielen in Serie zuletzt nicht wirklich rund lief, präsentieren sich die Vollmaringer bis dato in Horb von ihrer besten Seite. 4:2 gegen den SV Wachendorf, 3:2 gegen die SG Altheim/Grünmettstetten I, 4:1 gegen die SGM Rexingen/Dettingen/Betra und 6:1 gegen die SG Talheim – mit einer perfekten Bilanz von vier Siegen und zahlreichen spielerischen Highlights hatte man den ersten Turniertag beendet.
Und auch am dritten Tag machte man nach genau dort weiter, wo man aufgehört hatte. Die SGM Bildechingen/Nordstetten II wurde mit 4:2 besiegt. Und selbst gegen die auch in diesem Jahr einmal mehr überragende SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee setzte sich der Neuling in seinem sechsten Spiel zum sechsten Mal durch. 2:1 stand es nach einem Doppelpack von Louis Teufel am Ende eines packenden Duells, so dass die Vollmaringer zu Redaktionsschluss weiterhin mit einer weißen Weste durch das Turnier gingen.
„Dass es so gut läuft, überrascht uns schon ein bisschen“, gibt Wiedmann zu. „Wir wussten, dass wir einen sehr guten Kader haben. Aber wir wollen hier einfach nur Spaß haben. Es ist uns nicht wichtig, unbedingt etwas zu holen“, so der auch am dritten Turniertag am laufenden Band mitspielende Keeper.
„Nicht einfach nur irgendein Teppich“
Wie so viele Teilnehmer vor ihm auch durfte sich in diesem Jahr der SV Vollmaringen erstmals von den besonderen Rahmenbedingungen des Horber Stadtteilpokals überzeugen. Die Akteure des Bezirksliga-Absteigers von 2024 genossen es sichtlich, in der Heuberghalle aufzulaufen, wie Lars Wiedmann bestätigt: „Es ist hier einfach top organisiert, da kann man nur ein Lob aussprechen. Und der Kunstrasen ist natürlich geil – weil es eben auch ein guter Kunstrasen ist, nicht einfach nur irgendein Teppich.“
Wiedmann interpretierte seine Rolle in den bisherigen Duellen auf eben jenem Kunstrasen sehr offensiv – ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren im Hallenfußball immer mehr beobachten lässt. „So gewinnt man am meisten, weil man im Ballbesitz immer Überzahl hat“, so der 29-Jährige. Allerdings verrät Wiedmann auch: „Ich war früher mal Torwart.“ Ganz fremd ist ihm das Handwerk auf der Linie also auch nicht.