100 Jahre Stadtrechte sollen 2027 gefeiert werden. Unter dem Motto „Trossingen im Takt“ laufen die Planungen mit den Ideen für die Durchführung und Organisation mit der Eventagentur Marschallplan aus Pfullingen. Foto: Ingrid Kohler

2027 jährt sich die Verleihung der Stadtrechte an Trossingen zum 100. Mal. Mit einem ganzjährigen Festprogramm und einem Stadtfest soll gefeiert werden.

2027 jährt sich die Verleihung der Stadtrechte an Trossingen zum 100. Mal. Mit einem ganzjährigen Festprogramm und einem Stadtfest am Kilbemarkt als Höhepunkt soll dieses Jubiläum gebührend gefeiert werden.

 

Das Ziel ist es, ein Fest für die Menschen in Trossingen zu gestalten, das Identität stiftet und zugleich über die Stadt hinausstrahlt, um zur Stärkung des Standorts Trossingen beizutragen. So sollen nach Vorstellung der Verwaltung Einzelhandel, Gastronomie und Vereine aktiv eingebunden werden und von den Veranstaltungen profitieren.

Den Auftakt des Festjahres bildet der Neujahrsempfang. Weiter fest geplant sind die Trossinger Open in Kooperation mit dem Gewerbeverein am 19. Juni, aber auch die Aufführung der 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven durch die Hochschule für Musik.

Höhepunkt des Festjahres wird ein großes Stadtfest am Kilbesamstag sein. Da die Organisation und Durchführung eines Stadtfestes mit einem hohen planerischen, logistischen und personellen Aufwand verbunden ist, wurde nun vom Verwaltungs- und Kulturausschuss eine Eventagentur beauftragt. Zuvor wurden mehrere Agenturen angefragt.

Mehrere Angebote eingeholt

„Drei Interessenten waren hier vor Ort, eine hat das Thema verfehlt, denn es war zu dezentral geplant“, so Stadtsprecherin Sabine Felker Henn, bei der seitens der Stadtverwaltung die Fäden zusammenlaufen. Bei einer Agentur hätten die Kosten rund die Hälfte des auf 100.000 Euro festgesetzten Gesamtbudgets betragen, eine weitere hätte am Ende einen Rückzieher gemacht.

Die Eventagentur Marschallplan aus Pfullingen überzeugte am Ende mit ihrem Konzept und auch den Kosten in Höhe von 30.000 Euro und wurde mit der Planung und Durchführung des Jubiläumsjahres beauftragt.

Die Chefin, Simone Marschall, stellte den „Marschallplan“ für Trossingen per Videoschaltung vor. Da Trossingen bekanntermaßen Musik- aber auch Sportstadt und mehr sei, gehe alles im Rhythmus und Zusammenspiel „und das wollen wir erlebbar machen mit dem Motto „Trossingen im Takt“.

Trossingen soll so das ganze Jahr 2027 erlebbar sein. „Ein Staffelstab wandert durch Trossingen – von Verein zu Verein, von Mensch zu Mensch“. Bürgermeisterin Susanne Irion übergibt den Staffelstab im Rahmen des Neujahrsempfangs. Danach gibt es viele Staffelstabmomenten „Der Staffellauf zieht durch die Stadt und kommt zum Höhepunkt beim Stadtfest am Kilbemarkt auf der Bühne am Rudolf-Maschke-Platz an.

Nach dem großen Stadtfest darf der Stab noch weiterziehen bis Ende des Jahres und könnte dann, so die Idee von Gemeinderätin Amelie Fehrenbach, „in eine Zeitkapsel gegeben werden, die im Zuge der Bauarbeiten am neuen Rathaus einbetoniert wird“.

Das ganze Jahr über werden alle Staffelstabmomente mit Bildern als auch mit Videos festgehalten, so dass aus vielen kleinen Mosaiksteinchen ein großes Bild mit Nachhaltigkeit entsteht. Über Social-Media-Kanäle kann verfolgt werden, wo sich der Stab gerade befindet, aber auch welche Aktivität gerade stattfindet. Wie der Staffelstab aussehen wird, muss, wie viele weitere Details, noch geklärt und erarbeitet werden. Er ist auf jeden Fall der rote Faden, der sich durch das Jubiläumsjahr 2027 ziehen wird.

Gefragt ist jetzt das Ideenreichtum und die Kreativität von Vereinen, Institutionen, Handel und Gewerbe, Gastronomie, sowie Bürgern, sich am Staffellauf unter dem Motto „Trossingen im Takt“ zu beteiligen, um das Jahr 2027 in Trossingen erlebbar zu machen, auch mit Blick zurück auf die 100-jährige Historie der Stadtrechte.

Mit eingebunden in das Konzept seien, so Sabine Felker-Henn auch alle Trossinger Kulturschaffenden. Dies sei heute nur das Grundkonzept gewesen „nur die Klammer um alles herum“, antwortete Bürgermeisterin Susanne Irion mit Blick auf die Details, die noch auszuarbeiten sind.