Die Besucherzahlen im Freudenstädter Freibad blieben in der zurückliegenden Saison unter den Erwartungen. War daran nur das Wetter Schuld?
„Die Freibadsaison war eher als durchwachsen zu bezeichnen“, erklärte Ursula Stiefken im Gemeinderat. Stiefken ist als Bäderbetriebsleiterin neben dem Panoramabad auch für das Freudenstädter Freibad zuständig. Die Sitzung am Dienstag nutzte sie für ein Fazit zur zurückliegenden Saison.
Die Zahlen, die sie mitgebracht hatte, waren dabei eher ernüchternd. „Die Besucherzahlen liegen unter dem Niveau des Vorjahrs“, erklärte Stiefken. So verzeichnete das Freibad in diesem Jahr 18 682 Besucher. Im Jahr davor waren es noch 20 247.
Der Grund für die mauen Zahlen war dabei schnell ausgemacht: das schlechte Wetter. Es sei oft einfach kein Freibadwetter gewesen, meinte Stiefken. Eine Veranstaltung im Freibad hätte wegen schlechten Wetters sogar abgesagt werden müssen, eine andere sei kurzerhand ins Panoramabad verlegt worden.
Wenig Lichtblicke
Lichtblicke gab es dabei nur wenige. „Wir hatten einige schöne Tage im Juni. Da war es dann auch sehr heiß und wir hatten gute Besucherzahlen“, erklärte Stiefken.
Doch möglicherweise ist bei den Besucherzahlen nicht nur das Wetterglück entscheidend. So meldete sich Stadtrat Axel Reich (CDU) durchaus kritisch zu Wort. Das Freibad stehe im Ruf relativ kaltes Wasser zu haben. Oft hätte das Wasser nur 23 Grad oder noch weniger.
Ob sich daran aber bald etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. Oberbürgermeister Adrian Sonder sprach in der Sitzung nur davon, die Aufenthaltsqualität im Wasser verbessern zu wollen. Und auch Stiefken meinte: „Das Angebot muss attraktiver gestaltet werden“ – ohne dass sie dabei auf Details einging.
Doch immerhin hatte Stiefken auch ein paar positive Punkte dem Gemeinderat zu berichten. So habe es in der zurückliegenden Saison keine gravierenden Vorfälle oder Unfälle gegeben. Auch hätte es an keinem einzigen Tag Einschränkungen wegen Personalmangels gegeben.