Bürgermeister Michael Rieger (von links) ehrt die Stadtradler mit den meisten Kilometern: darunter das Team von EBM Papst mit Teamkapitänin Katherina Fleig, Andreas Gleichauf und Michael Schmitt sowie Einzelradler Herbert Dold. Foto: Markus Reutter

Das Stadtradeln in St. Georgen wurde gut genutzt, zeigte aber auch: Es gibt Schwächen im Radwegenetz.

Zum zweiten Mal hatte die Stadtverwaltung aufgerufen, sich am bundesweiten Stadtradeln zu beteiligen. Dieses Mal waren es mit 182 Radlern noch mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr, freut sich Bürgermeister Michael Rieger über die wachsende Resonanz.

 

Die Teilnehmer, seien es Mannschaften oder Einzelfahrer, konnten an der dreiwöchigen Aktion im Juli mitmachen und die gefahrenen Kilometer angeben. Die fleißigsten Fahrer wurden am Montag im Rathaus geehrt. Der emsigste Radler erreichte mit 1234 Kilometern den ersten Platz, wollte aber namentlich nicht in Erscheinung treten. Es folgten Michael Schmitt (1192 Kilometer) und Herbert Dold (1155 Kilometer) auf den Plätzen 2 und 3. Bei der Teamwertung erreichte eine Gruppe mit 36 Radlern von EBM-Papst mit insgesamt 12 583 absolvierten Kilometern den ersten Platz. Dafür gab es einen Wanderpokal, den im vergangenen Jahr das Team Peterzell erlangt hatte. Das Team Peterzell erreichte in diesem Jahr den zweiten Platz (7974 Kilometer).

Land und Kommunen uneins über Radwegebedarf

Wer viel in der Region mit dem Rad unterwegs sei, merke auch, wo es beim Radwegenetz hapert, so der Bürgermeister. Der von St. Georgen, Königsfeld und Mönchweiler angemeldete Bedarf zwischen der Schorenkreuzung und Königsfeld sei vom Land mit Hinweis auf eine geringe Nutzung nicht in die Radwegeplanung aufgenommen worden.

Rieger bedauert das. Radfahrerzahlen auf dem Land könnten nicht mit denen in Ballungsräumen verglichen werden. Außerdem nehme die Nutzung sicherlich zu, wenn auch ein Radweg vorhanden wäre. Ein Radweg nach Mönchweiler sei in Planung, wobei die Verfahrenswege allgemein sehr viel Zeit in Anspruch nähmen.

Zum Autofahren muss er sich „zwingen"

Eine Teilnahme von Kindern am Stadtradeln sei von der Stadtverwaltung nicht befürwortet worden, eben aus dem Grund von zum Teil gefährlichen Passagen, erklärte der Bürgermeister. Nächstes Jahr möchte die Stadtverwaltung erneut zum Stadtradeln aufrufen und hofft auf eine weiter steigende Resonanz.

Ein begeisterter Radler vom Team von EBM-Papst, Andreas Gleichauf, outete sich als Viel und Gerne-Radler. Zum Autofahren müsse er sich „zwingen“.