Immer wieder schmeißen rücksichtslose Zeitgenossen ihren Unrat, sei es Verpackungsmüll, Zigarettenkippen, gebrauchte Unterhosen oder bunte Plastikbehälter einfach ins Gelände.
„Irgendwer wird‘s schon wegräumen“ oder „für was zahlen wir Steuern“ mögen sich diese Müllferkel denken und lassen alles einfach liegen, wie es ist.
Dass sowas nicht geht, das ist klar und um die vielen Verschmutzungen, die auch vom fleißigsten Stadtreinigungsteam nicht ganz beseitigt werden können, wenigsten einmal im Jahr zu Leibe zu rücken, laden die Stadt Horb und die Verantwortlichen der Stadtteile jedes Jahr die Bürger zur gemeinsamen Stadtputzaktion ein.
Für die Umwelt und eine saubere Stadt Unter dem Motto „Horb putzmunter“ waren und sind weiterhin alle Einwohnerinnen und Einwohner herzlich eingeladen, sich an einem Samstagvormittag für die Umwelt und eine saubere Stadt Horb, Ortschaft und Landschaft einzusetzen. „Jede helfende Hand ist wichtig, um gemeinsam den achtlos weggeworfenen Müll entlang von Wegen, Rasenflächen, aus Gebüschen, aus Blumenbeeten, am Neckarufer und an weiteren Bächen einsammeln zu können“, hieß es in einem Aufruf der Stadtverwaltung Horb zum diesjährigen Frühjahrsputz.
Jede helfende Hand ist wichtig
Guten Morgen liebe Freunde der Sauberkeit Pünktlich um 9 Uhr durfte Oberbürgermeister Peter Rosenberger vergangenen Samstag 16 Erwachsene und 17 Kinder vor der Markthalle mit den Worten: „Guten Morgen liebe Freunde der Sauberkeit“ begrüßen. Simon Schneider, der Leiter des Grünflächenmanagements, stattete die Helfer mit Handschuhen, Schutzwesten, Greifern und Plastiksäcken aus und OB Rosenberger danke den Freiwilligen etwas ironisch im Namen all derer, die noch in den Betten liegen und deshalb nicht mithelfen können, für ihr Engagement. Er betonte, dass es doch schön sei, eine saubere Stadt zu haben und freute sich besonders darüber, dass sich so viele Kinder und Jugendliche an dieser Aktion beteiligen. „Das bringt euch was für euer späteres Leben. Ihr achtet zukünftig sicher mehr auf eure Umwelt, denn ihr erlebt heute direkt, wie schwer es ist, dass zusammenzusammeln, was andere einfach wegwerfen“, stellte er fest.
Spritzen, Scherben oder ekelhafte Dinge liegen lassen Er riet auch, nicht alles aufzusammeln, was man sieht. Spritzen, Scherben oder ekelhafte Dinge soll man einfach liegen lassen, oder ganz vorsichtig, mit Handschuhen, wegräumen. Als letzten Tipp empfahl der OB noch, die vollen Säcke nicht mitzuschleppen, sondern sie an gut zugänglichen Stellen abzustellen, damit sie vom Team der Stadtreinigung später abgeholt werden können.
Traditionsgemäß auch auf dem Hohenberg Die Helfer machten sich auf den Weg rund um den Flößerwasen, doch nicht nur in der Kernstadt war große Kehrwoche, sondern traditionsgemäß auch auf dem Hohenberg. Dort waren um die 20 Helfer, darunter eine größere Pfadfindergruppe, dabei, die Gegend nach allem, was nicht dort hingehört, abzusuchen. Dass man unter anderem zwei defekte Einkaufswagen und jede Menge Essenstüten im Gebüsch fand, verwunderte niemanden.
In Bildechingen folgten rund 20 Personen dem Aufruf Im Horber Stadtteil Bildechingen folgten ebenfalls rund 20 Personen dem Aufruf, Feld und Flur nach Unrat zu durchforsten. Auch hier sammelten sich nach knapp drei Stunden am Treffpunkt bei der Halle eine stattliche Anzahl blauer Säcke an, die gut gefüllt mit den Hinterlassenschaften von Müllferkel und Co. waren, die es nicht schafften, ihren Abfall in die aufgestellten Müllbehälter zu werfen.
Rund um Kindergarten und Schule Nachwuchs im Einsatz Die Kids vom Kindergarten „Tüpfelchen“ und die Schulkinder der örtlichen Grundschule hatten es sich ebenfalls zu Aufgabe gemacht, in gesonderten Aktionen das jeweilige Areal rund um den Kindergarten und die Schule nach Wegwerfartikeln aller Art abzusuchen und halfen so ebenfalls mit, dass ihr Ort ein wenig sauberer wurde.
Und wenn man in Bildechingen schon am Putzen ist, dann wird dort auch jedes Jahr das Buswartehäuschen grundgereinigt. Ortschaftsrat Ivo Vidakovic machte sich mit dem Dampfstrahlgerät die Mühe, diesen Platz vor dem Rathaus auf Vordermann zu bringen.
Nach fast drei Stunden Müll ordentlich Durst und Hunger Das man nach fast drei Stunden Müll suchen und sammeln auch einen ordentlichen Durst und Hunger hat, ist klar und an den Hotspots der jeweiligen Sammelorte stand ab 11.30 Uhr für die Helfer ein herzhaftes Vesper samt Kaltgetränken parat. Die Stadtputzaktion war wieder einmal ein erfolgreiches Beispiel dafür, dass mit etwas gutem Willen und ein wenig Zeit ein kleines Zeichen gegen die Umweltverschmutzung gesetzt werden kann.
Mit etwas gutem Willen ein Zeichen setzen
In den Stadtteilen findet die Stadtputzede unter der Regie der jeweiligen Ortsverwaltung statt. Sie sind auf der Homepage der Stadt Horb zu finden.