Rund 1000 Euro veranschlagt die Verwaltung für das eigene Nummernschild – doch diese Schätzung steht offensichtlich auf wackligen Beinen.
Welche Kosten entstehen tatsächlich für die Einführung des Kfz-Kennzeichens „SRA“? Laut einer Beschlussvorlage der Stadtverwaltung werden diese „nach derzeitigem Stand auf knapp 1000 Euro für die Programmierung“ geschätzt. Doch diese Angabe ist offensichtlich mit Unsicherheiten behaftet.
Wie das Landratsamt Rottweil auf Nachfrage mitteilt, kann die Stadt das neue Kennzeichen nicht selbst in ihr System integrieren. Dafür ist der zuständige IT-Dienstleister Komm.ONE verantwortlich. Pressereferentin Andi Schmider erklärt: „Der dort geschätzte Aufwand von rund fünf Arbeitsstunden beziehe sich lediglich auf die Wiedereinführung sogenannter Altkennzeichen – also Kennzeichen, die es bereits vor der Kreisreform gab.“ Beim geplanten „SRA“-Kennzeichen handelt es sich jedoch um eine Neuschöpfung. Daher könne Komm.ONE die tatsächlichen Kosten derzeit nicht beziffern. Möglich sei, dass zusätzliche Softwareanpassungen erforderlich werden. Darüber sei die Stadt Schramberg informiert worden.
Unabhängig von den Kosten sieht die Stadtverwaltung in einem eigenen Kennzeichen die Chance, die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu stärken und den Namen Schramberg stärker nach außen zu tragen. Fahrzeughalter könnten so zu Botschaftern ihrer Stadt im In- und Ausland werden.
Der Gemeinderat entscheidet über die Einführung des Kennzeichens in seiner Sitzung am Donnerstag, 7. Mai. Beginn ist um 19 Uhr.