Sogar eine Woche früher als geplant wurde das neue Spielfeld für die begeisterten Boule-Spieler eröffnet und erfreute sich gleich großer Beliebtheit.
Fast könnte man meinen, man sei an der Côte d’Azur. Das mediterrane Klima gleicht dem in Südfrankreich und die vielen Boule-Spieler passen genauso in das Bild.
Das neue Spielfeld, das im Kleb entstanden ist benötigt nur noch ein paar schattenspendende Bäume. Diese sollen im nächsten Jahr gepflanzt werden, doch die neue Freizeitanlage zeigt sich bei den ersten Würfen, als ideale Ergänzung zu den bereits vorhanden Flächen.
Helmut Fischer, einer der Mitgründer der Boule-Gruppe, die 2014 entstand, ist mehr als zufrieden. Das neue Feld bietet beste Bedingungen für alle Enthusiasten der Präzisionsportart. Gegründet wurde die Boule-Gruppe durch Mitglieder der Urschel-Stiftung. Bei der bunt zusammengesetzten Gruppe stehe zwar immer der Spaß und die Gemeinschaft im Vordergrund, doch es sind auch Spezialisten zu finden, die dieses Jahr sogar den Aufstieg in die Regionalliga geschafft haben.
Es sind noch Arbeiter der Stadt im Einsatz, während des ersten Spiels, doch das hindert alle Anwesenden nicht daran, schon die ersten Bälle zu werfen. Auch Oberbürgermeister Jürgen Großmann ließ es sich nicht nehmen ein paar der 650 und 800 Gramm schweren Spielgeräte zu werfen.
Er zeigte sich hocherfreut über den Zuspruch den das Boule-Spiel im Stadtpark seit Jahren hat. Auch die soziale Komponente, die die Mitglieder pflegen stellte er in den Vordergrund. Deshalb sei die Stadt auch gerne bereit „für ein Benefizturnier 250 Euro zur Verfügung zu stellen“, sagt er in seiner Rede.
Platz im Kleb bietet viele Vorteile
Der Platz neben der Minigolfanlage hat viele Vorteile. Zum Beispiel ist alles ebenerdig begehbar und die sanitären Anlagen des Cafés dürfen genutzt werden. Ganz im Sinne des Anfangsgedanken der Urschelstiftung gesellen sich neben interessierten Zuschauern auch Bewohner der nahen Altersheime.
„Es gibt keine Altersgrenze und bei uns steht der Spaß und das gesellige Miteinander nicht die Leistung im Vordergrund“, so der 72-jährige Fischer, der in Rohrdorf lebt. Die Spieler kommen nicht nur aus Nagold sondern auch aus den benachbarten Landkreisen. Sie verabreden sich über eine gemeinsame Whats-App-Gruppe. Alle spielen mit genormten Kugeln und es sind auch immer welche für neugierige Erstspieler vorhanden.
Im Kleb wird hauptsächlich die Form des Boule-Spiels Pétanque betrieben. Dabei versuchen zwei Mannschaften, eine bestimmte Anzahl von Kugeln so nahe wie möglich an eine vorher ausgeworfene Zielkugel zu werfen.
Es ist ein Sport perfekt zum Entspannen nach einem stressigen Tag, und jeder, der auch nur kurz reinschnuppern möchte, ist mittwochs bei trockenem Wetter herzlich dazu eingeladen.