Die Horber Tennis-Stadtmeisterschaften stehen vor der Tür. Die Auslosung ist erfolgt. Auch ohne LK-Punkte sind die Teilnehmerzahlen stabil. Wir sagen, welche Wettbewerbe boomen.
Werden die Horber Tennis-Stadtmeisterschaften angenommen, wenn sie ohne LK-Wertung über die Bühne gehen?
Diese Frage mussten sich die Organisatoren Frercks Hartwig und Hannah Hellstern – gleichzeitig Oberschiedsrichterin des Turniers – vor der Neuauflage in der letzten Sommerferienwoche 2025 in Dettingen stellen.
Warum es keine Leistungsklassenpunkte mehr gibt
Denn mit der Einführung von kostenpflichtigen Lizenzen für LK-Turniere musste man eine Entscheidung treffen, ob man bei den Stadtmeisterschaften weiter LK-Punkte sammeln oder nicht. Eine Umfrage brachten Hartwig und Hellstern zur Erkenntnis, dass es besser ist, auf die Wertung zu verzichten – auch wenn die einen oder anderen bedauern, dass sie nicht mehr die gute Gelegenheit haben, Leistungsklassenpunkte am Ende der Sommersaison zu sammeln.
Und die Anmeldezahlen geben den Organisatoren nun Recht. „Die Zahlen sind größtenteils konstant“, so Hartwig. Hatten sich beispielsweise im in der Regel größten Feld – der Herren-Konkurrenz – im vergangenen Jahr 17 Teams gemeldet, so sind es nun 16, also fast genauso viel. Auch die Zahlen im Jugendbereich sind ähnlich wie in den Vorjahren. Hier lässt sich sagen: Je älter die Jahrgänge, desto kleiner werden die Felder. Und: Die männlichen Konkurrenzen sind stärker besetzt als die weiblichen. Kein Horber Phänomen, denn auch bei anderen Jugendturnieren zeichnet sich dieses Bild ab. „Wir haben relativ viele Mädchen, die Tennis spielen, aber sie spielen ungern Turniere“, sagt Tennistrainer Hartwig. Und auch der Rückgang bei den älteren Jahrgängen sei ein allgemeines Phänomen, was sportartenübergreifend bestehe. „Die Ausnahme sind Fitnessstudios.“ Viele ältere Jugendliche hören mit den Sportarten auf – und fangen dann manchmal später wieder an.
Mixed-Wettbewerb ist hoch im Kurs
Einen regelrechten Boom gibt es im Mixed-Wettbewerb. Hier gibt es gleich zwei Konkurrenzen – A und B – mit zwei 16er-Feldern. Woran das liegt? Hartwig erklärt sich das so: „Es ist Spielen ohne Druck durch die Kategorie B. Oft wird in der Familie oder mit den Partnern gespielt.
Und: Es ist nicht so zeitaufwendig wie der Team-Wettbewerb.“ Generell sei es so, dass der Leistungssportgedanke zurückgehe. „Sport als Gemeinschaftserlebnis rückt stärker in den Vordergrund.“
Tatsächlich sind die Stadtmeisterschaften noch familiärer als in den vergangenen Jahren. Es spielen Brüder, Schwestern, Väter und Söhne, Mütter mit Söhnen oder Väter mit Töchtern in stattlicher Zahl zusammen. Dazu kommen noch Ehepartner und Lebensgefährten dazu.
TC Dettingen feiert dazu noch Jubiläum
Für den TC Dettingen als Veranstalter kommt noch eine besondere Aufgabe hinzu. Gleichzeitig wird das 50-jährige Bestehen mit einem großen Rahmenprogramm gefeiert. Für die Organisatoren eine echte Herausforderung, auf die sie sich trotz großem Arbeitspensum freuen.
Die Stadtmeisterschaften finden vom 7. bis 14. September statt. Am Samstag, 13. September, finden die Finalspiele der Jugend statt. Am Sonntag sind dann die Erwachsenen mit ihren Finalspielen dran. Der Mixed-Wettbewerb startet schon ein paar Tage früher.
Infos und Auslosung findet man unter https://www.tms-tennis.de