Glockenstuhlsanierung in der Stadtkirche St. Clemens in Triberg: Es gingen 40 000 Euro an Spenden dafür ein, darunter eine Großspende.
Bereits im Jahr 2017 hatte die Glockeninspektion des Erzbistums Freiburg festgestellt, dass der Glockenstuhl der Stadtkirche in Triberg ausreichend stabil konstruiert ist und sich in einem tragfesten Zustand befindet. Die Glockeninspektion empfahl allerdings eine Aufhängung der Glocken an neuen Holzjochen, da laut Mitteilung nach nahezu 70-jähriger Betriebszeit eine Ermüdungsbruchgefahr der Jochzapfen bestand.
Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Joche erhielten die Glocken neue Schwungräder und neue Klöppel. Mit einem Autokran mussten die schweren Bauteile vom Kirchenvorplatz nach oben in den Glockenstuhl der Stadtkirche befördert werden.
Die Glocken für das fünfstimmige Geläut wurden 1958 in Heidelberg von der Gießerei Friedrich Wilhelm Schilling gegossen und können unter „ebfr-glockensuche Katholische Pfarrkirche Clemens Maria Hofbauer in Triberg“ im Internet abgerufen werden.
Vier Wochen Arbeit
Den Auftrag zur Glockensanierung, der in den Haushalt der seit dem 1. Januar 2026 bestehenden neuen Kirchengemeinde im Quellenland eingestellt ist, erhielt die Turmuhrenfabrik Schneider aus Schonach, die in vierwöchigem Einsatz die Sanierung der Triberger Glocken fachmännisch vornahm. Aus Sicht der erzbischöflichen Glockeninspektion ist die Erhaltung des Großgeläuts „unbedingt anzustreben, da die Stadtkirche über ein imposantes und tontiefes Geläut mit einer nahezu perfekten Normallinie verfügt“.
Das sahen wohl auch die rund 40 Spenderinnen und Spender so, die nach mehreren vom Gemeindeteam St. Clemens initiierten erfolgreichen Spendenaktionen mehr als 40 000 Euro für den Erhalt der Glocken spendeten, wofür sich Pfarreirat Klaus Nagel im Namen der Kirchengemeinde Triberg bedankte. Darunter war auch eine Großspende über 20 000. Die Eigenmittel für die Stadtkirche St. Clemens hätten zur Sanierung nicht ausgereicht.
Spendenseite geschlossen
Nach Umsetzung der Arbeiten kann die extra eingerichtete Spendenseite für die Glockensanierung auf der Homepage der Erzdiözese Freiburg geschlossen werden. So haben die großzügigen Spender es ermöglicht, dass die Glocken der Stadtpatrone St. Blasius und St. Quirinus, die Clemens-Maria-Hofbauer-Glocke, die Dreifaltigkeitsglocke und die Marienglocke „weiterhin die Frohe Botschaft vom Turm der Stadtkirche zum Lobe Gottes und zur Freude aller Bewohner erklingen lassen“.