Aus der Stadtkapelle Trossingen wurde vor einem Jahr das „Smart-Kick-Team“, das unter Leitung von Stefanie Jansen als Bigband die Gäste begeisterte. Geblieben sind allerdings die Initialen SKT. Foto: Ingrid Kohler

Die Stadtkapelle Trossingen startet als Smart-Kick-Team neu durch: Aus dem sinfonischen Blasmusikensemble wurde eine Bigband.

Das Smart-Kick-Team unter der Leitung von Stefanie Jansen hat die Gäste des Neujahresempfangs mit einem halbstündigen Konzert mehr als begeistert.

 

Hervorgegangen ist das Smart-Kick-Team aus der Stadtkapelle Trossingen und hatte seinen ersten Auftritt vor knapp einem Jahr im Rahmen des 30-jährigen Dienstjubiläums von Stefanie Jansen an der Musikschule Trossingen.

In den 1980er Jahren von Horst-Dieter Bolz gegründet, war die Stadtkapelle über Jahrzehnte ein reines sinfonisches Konzertensemble auf Höchststufe, das über die Jahre aber Schwierigkeiten mit der Spielfähigkeit hatte, insbesondere mit dem Fehlen von Klarinetten.

Seit 36 Jahren ist Stefanie Jansen, die Saxophon und Klarinette an der Musikschule Trossingen unterrichtet, Mitglied der Stadtkapelle Trossingen, im vierten Jahr nun auch die Vorsitzende. Ihr Versuch im vergangenen Jahr, aus der Stadtkapelle eine Bigband zu machen, hat sich in der Zwischenzeit als Glückstreffer erwiesen.

Streifzug durch Bigband-Klassiker

Den musikalischen Beweis lieferte sie mit ihrem inzwischen mehr als 20-köpfigen „Smart-Kick-Team“ beim Neujahrsempfang. „Geblieben sind aber die Initialen SKT“, betonte Stefanie Jansen zu Beginn des halbstündigen Auftritts, der mit dem bekannten „Opener“ für das Aktuelle Sportstudio einen Streifzug durch die Bigband-Klassiker ankündigte.

Das „Smart-Kick-Team“ begeisterte im Count-Basie-Stil das mit Applaus nicht geizende Publikum mit so bekannten Stücken wie „A String of Pearls“ im Arrangement aus 1941 von Glenn Miller. Mit dem Klassiker „Birdland“ gab es eine Hommage an den Club Birdland in New York. Bei allen Stücken, wie auch „Tea for Two“ und „Mack the Knife“, zeigten mehrere Musiker ihre herausragenden solistischen Fähigkeiten.

Als „Special Guest“ kam Michael Lauenstein, mit dem Stefanie Jansen bereits Mitte der 1990er Jahre in einer Bigband gespielt hatte, auf die Bühne. Michael Lauenstein ist Akkordeonlehrer an der Musikschule Trossingen und präsentierte als Akkordeon-Virtuose gemeinsam mit der Bigband das Stück „St. Thomas“.

Dass sie auch eine gute Stimme hat, zeigte Stefanie Jansen bei der geforderten Zugabe mit „All of me“. Zum Smart-Kick-Team zählen aktuell auch zwei Saxophonisten aus der ehemaligen Stadtkapelle, die ihr Instrument bei Stefanie Jansen erlernten. Zum einen ist dies der ehemalige Trossinger Apotheker Chris Feger, zum anderen der ehemalige Schornsteinfeger Horst Mussoter aus Spaichingen. Der heute 88-Jährige war Stefanie Jansens erster Musikschüler im Jahr 1980.

Die einzige Flötistin des Smart-Kick-Teams ist Judith Kaspar aus Schura. Und auch Trompeter Klaus Dietrich, der Gründungsmitglied der Stadtkapelle Trossingen im Jahr 1983 gewesen ist, lässt es sich nicht nehmen, bei der neuen SKT-Bigband mitzuspielen und meinte mit trockenem Humor „Totgeglaubte leben länger“.

Mit dem Smart-Kick-Team ist Stefanie Jansen außerdem sehr flexibel, wie sich in den letzten Monaten bereits immer wieder mit Auftritten kleinerer Ensembles zeigte. So auch beim Neujahrsempfang, bei dem sie mit einem Saxophon-Quartett das von den Besuchern gemeinsam gesungene Trossinger Heimatlied begleitete. Zum Stehempfang trat sie gemeinsam mit Michael Lauenstein und Rares Popsa als Swingin’ Bossa Trio auf.