Die Stadtkapelle Freudenstadt hat eine große Reise vor sich. Foto: Bärbel Altendorf-Jehle

Die Stadtkapelle Freudenstadt reist im Juni nach China. Was das kostet und auf was beim Packen geachtet werden muss.

Die Stadtkapelle Freudenstadt geht auf Konzertreise. Ihr Ziel liegt rund 8000 Kilometer weit entfernt, erfordert eine ausgeklügelte Einpack-Logistik, kostet viel Geld und noch mehr Vorbereitung. Anna-Lena Jäger, Vorsitzende im Bereich allgemeine Verwaltung, Niels Neher, stellvertretender Vorsitzender im Bereich Events und Kameradschaft sowie Niklas Lehmann, dritter Vorsitzender im Bereich Jugend erzählen im Interview, wieso sich die Musiker dennoch riesig darauf freuen – und mit ihnen die Stadt Freudenstadt.

 

Wohin führt die Reise und wie lange dauert sie?

Niklas Lehmann: Wir fliegen nach China zum Hanjiang Drachenbootfestival in Ankang. Wir wurden vom Generalbüro der Volksregierung der Stadt Ankang vom 17. Juni bis zum 24. Juni eingeladen.

Warum kam die Einladung und inwieweit ist Freudenstadt als Stadt dabei involviert?

Niels Neher: Die chinesische Metropole ist seit 2017 im Rahmen einer internationalen Städtepartnerschaft auch mit Freudenstadt verbunden. Wir Musiker werden als Markenbotschafter für Freudenstadt und den Nordschwarzwald unterwegs sein. Es geht um die Förderung des kulturellen Austauschs zwischen den Städten, vor allem junge Menschen sind angesprochen. Die Stadtkapelle passt perfekt, wegen ihrer jungen Altersstruktur und ihrer musikalischen Qualität.

Wie viele Musiker reisen mit und welcher Dirigent begleitet die Stadtkapelle?

Anna-Lena Jäger: 33 Musikerinnen und Musiker von 14 bis 60 Jahren kommen mit auf diese Konzertreise. Bálint Tácaks ist bis zur Sommerpause nun wieder zu uns als Dirigent zurückgekehrt. Er hat die Probenarbeit übernommen und begleitet uns daher auch nach China. Die ganze Stadtkapelle freut sich sehr darüber.

Was kostet die Reise und wie wird sie finanziert?

Anna-Lena Jäger: Die Reise kostet etwa 42.000 Euro. Das sind die reinen Flugkosten. Alles andere wird von unseren Gastgebern in China übernommen. Die Flugreise wird zum einen durch Eigenanteile der Musiker finanziert, aber vor allem auch durch viele Aktionen. Außerdem kann man die Stadtkapelle für die musikalische Umrahmung privater Feiern engagieren und die Musiker können für Bewirtungen gebucht werden. Wir haben auch ein Spendenkonto eingerichtet.

Wie transportiert man in einem Flugzeug eine Tuba und ein Schlagzeug?

Anna-Lena Jäger: Das haben wir schon geübt. Es ist ein bisschen wie Tetris spielen. Die Instrumente müssen als Sperrgepäck in große Kartons gepackt werden. Dabei haben wir versucht, möglichst platzsparend so viele Instrumente wie nur irgend möglich in die Kartons zu stapeln. Das Ganze muss dann mit Folien ausgekleidet werden. Flöten können im Koffer transportiert werden. Klarinetten und Trompeten werden im Handgepäck mitgenommen.