Beim Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Hornberg wurde der Einstand des neuen Dirigenten Stefan Polap vom Publikum gefeiert. Foto: Kern

Mitreißende Premiere für Dirigent Stefan Polap: Beim Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Hornberg begeisterte das Orchester mit musikalischer Vielfalt.

Der Taktstock der Stadtkapelle Hornberg ist seit Anfang März in den Händen von Dirigent Stefan Polap. Die Premiere unter der neuen musikalischen Leitung beim Frühjahrskonzert in der Stadthalle war von Erfolg gekrönt. Nach nur acht Wochen intensiver Probenarbeit bot die Stadtkapelle ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm.

 

Zum Auftakt begrüßte das Orchester das Publikum mit dem beliebten Konzertmarsch „Viribus Unitis“ von Josef Bach. Zuvor hatte Melanie Haag, Geschäftsführerin der Stadtkapelle, die zahlreichen Gäste willkommen geheißen und einen kurzen Rückblick auf den musikalischen Neuanfang der Kapelle gehalten. Das bewährte Moderatorenteam Celine Fricke und Fabian Rank führte durch den Abend und setzte Akzente bei der Ankündigung der einzelnen Stücke. Höfisches Leben musikalisch in Szene gesetzt erwartete das Publikum bei „Askania“, einer Komposition von Klaus-Peter Bruchmann. Der Kapelle gelang ein Klanggemälde, bei dem alle Register gefordert waren, die mittelalterliche Atmosphäre von Jagden, Turnieren und Minnegesang facettenreich zu zeichnen.

Mehrere Soloeinlagen beeindruckten wie etwa von Carina Billharz an der Oboe. Beschwingte Leichtigkeit folgte mit dem Walzer „Am Dorfteich“ von Hans Reiner Schmidt, bevor mit „Silva Nigra“ von Markus Götz ein musikalischer Höhepunkt des Abends erlebt wurde. Polap dirigierte das sinfonische Werk über den Schwarzwald mit Verve und die Kapelle folgte seiner Dynamik mit leidenschaftlicher Hingabe. Faszinierende Klangvielfalt versprach Moderatorin Celine bei dem Stück „The Great Locomotive Chase“, der großen Eisenbahnjagd während des amerikanischen Bürgerkriegs auf der Strecke zwischen Atlanta und Chattanooga, komponiert von Robert W. Smith.

Nach der Pause geht es mit einem Potpourri weiter

In der anschließenden Pause begrüßte Bürgermeister Marc Winzer in dem festlichen Rahmen des Konzerts Dirigent Stefan Polap mit herzlichen Worten offiziell seitens der Stadt.

Schwungvoll ging es nach der Pause weiter mit dem Potpourri „Brass on Broadway“von Luther Henderson in einem Arrangement von Calvin Custer und „La Storia“ von Jacob de Haan. In die Goldenen Zwanziger Jahre mit flottem Charleston-Swing entführte die Kapelle mit „New York 1927“ von Warren Baker, bevor das Medley „80er Kult(tour)“ von Thiemo Kraas das gelungene Konzert beschloss. „Der Abend zeigte, dass Musik verbindet“, strahlte Melanie Haag bei ihrer Schlussrede.

Die intensive Probenarbeit habe sich gelohnt und ihr besonderer Dank galt der Kapelle, die Zeiteinsatz, Disziplin und echte Leidenschaft eingebracht habe. „Wir starten in unsere gemeinsame Geschichte mit dem Frühjahrskonzert und es hat mir sehr viel Freude bereitet“, sah Polap in Zukunft viele schöne, gemeinsame Aufführungen mit der Stadtkapelle. Das von ihm ausgewählte Programm voller musikalischer Höhepunkte und die Spielfreude der Kapelle wurde vom begeisterten Publikum mit mächtigem Applaus belohnt. Ohne zwei Zugaben, bei denen sowohl der Dirigent als auch das Ensemble noch einmal zur Hochform aufliefen, durfte die Bühne nicht verlassen werden. Über die Ehrung von Hans-Peter Hippler wird noch berichtet.

Sommerfest

Die Stadtkapelle Hornberg lädt im Juli zum Sommerfest auf dem Stadthallenplatz ein. Beginn ist am Samstag, 11. Juli, um 18 Uhr, am Sonntag, 12. Juli wird eingeladen zum Frühstück vom Buffet (mit Anmeldung) und anschließender musikalischer Umrahmung.