Die Stadtkapelle Blumberg unterhält ihr Publikum beim Frühjahrskonzert. Dirigent Ralf Hoffarth hat mit seiner Stückauswahl ins Schwarze getroffen. Er ist in Blumberg angekommen.
Mehr als 300 Besucher sind der Einladung der Stadtkapelle Blumberg gefolgt: Diese spielte in der Stadthalle wieder zum Frühjahrskonzert auf. Das Motto lautete: „Reise um die Welt“. Mit einem sehr abwechslungsreichen Programm fühlten sich die Besucher laut einer Mitteilung der Stadtkapelle bestens unterhalten.
Nicht zuletzt auch durch die lustigen Moderationen der beiden „Reiseleiter“ Susanne Freitag und Werner Vogt, die die Verkehrsmittel der Reise erklärten und die durch musikalische Einwürfe der Musiker unterstrichen wurden. Und die einhellige Meinung der Gäste nach dem Konzert war: Der neue Dirigent Ralf Hoffarth, der seit einem Jahr die musikalischen Geschicke der Kapelle leitet, ist in Blumberg angekommen und hat mit seiner Stückauswahl am Samstag voll ins Schwarze getroffen. Schon das Intro des Abends mit „Stockholm Waterfestival“ war laut Pressemitteilung fulminant und gekonnt gespielt. Sabine Schmieder und Nicole Münch hätten dann die Besucher mit einem wunderbar komponierten Flötensolo von Kurt Gäbles „Celtic Flutes“ verzaubert.
Klarinettistin überzeugt das Publikum
Ebenfalls mit solistischen Einwürfen und bekannten Melodien konnte sich die Klarinettistin Regina Schmieder bei „Rhapsody in Blue“ beweisen und zog dabei die Gäste in ihren Bann. Auf technisch hohem Niveau war die „Conga del fuego nuevo“, ein lateinamerikanisches Stück mit heißen Rhythmen, von den drei Schlagzeugern Sven Mogel, Dominik Gut und Andreas Kuntz.
Zum Stück „Besame mucho“, was übersetzt „Küss mich ganz viel“ bedeutet, wurden die Konzertgäste von Susanne Freitag zum Küssen animiert, und Anja Schuler unterstrich diese romantische Stimmung dann mit ihrem liebevollen Gesang. „Natürlich wollte der Applaus danach nicht enden“, schreibt der Verein. Schlag auf Schlag ging es mit dem Schiff, dem Zug und dem Flugzeug musikalisch weiter.
Mit „Paris Montmartre“ beschlossen dann die Musiker ihre Konzertreise mit einem weiteren Höhepunkt. Michael Vonnier und sein Akkordeon bildeten mit einem Solo und den melancholischen Weisen im Dreiviertel-Takt den krönenden Abschluss, wie die Stadtkapelle zusammenfasst. Als Zugabe spielte die Kapelle „Swiss Lady“.
Ralf Hoffarth am Alphorn
Ralf Hoffarth zeigte seine Qualitäten am Alphorn, Harald Schmieder seine im Gesang und Anja Schuler am Dirigentenstab. Werner Vogt habe als Flugkapitän die Lacher auf seiner Seite gehabt. Die Kapelle verabschiedete sich endgültig von der Bühne mit dem Deutschmeister Regimentsmarsch und einer gesanglichen Textversion von Attila Molnar.
Bevor die Hauptkapelle startete, hatte Marius Selig aus dem Kernvorstandsteam die Besucher begrüßt und die Bühne der Jugendkapelle Blumberg überlassen. Die rund 40 Kinder hatten intensive Proben hinter sich und bewiesen ihr Können unter der Leitung von Astrid Heider. Mit „Irish Dream“, „Jurassic Park“, „Music from pirates of the caribbean“, „Siyahamba“ und „Rolling in the deep“ hatten sie einiges zu bieten – und erhielten viel Applaus.
Nevio Celar erhielt beim Frühjahrskonzert sein goldenes Jugendmusikerleistungsabzeichen. Josef Hirt vom Verband laudierte. Der erst 17-jährige Saxofonist wurde dann auch von der Stadtkapelle ausgezeichnet, da er in ihren Reihen ein großer Leistungsträger ist.
Das Ensemble
Stadtkapelle
Die Stadtkapelle Blumberg wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. Ihr gehören etwa 55 Musiker aller Berufsgruppen und einer breiten Altersspanne an. Die Aktiven kommen aus der Stadt und der näheren Umgebung. Das Repertoire umfasst speziell für Blasmusik geschriebene Literatur, aber auch gehobene Unterhaltungsmusik und Arrangements aus der Popszene. Dirigent ist seit 2023 Ralf Hoffarth.