Die Musikerinnen der Stadtkapelle führten die Zuhörer auf besondere Expeditionen Foto: Leonie Staiger

Die Stadtkapelle Binsdorf entführt im Konzert ihr Publikum auf eine musikalische Expedition.

Die Stadtkapelle Binsdorf hatte ihr traditionelles Frühjahrskonzert unter das Motto „Expeditionen“ gestellt. Zahlreiche Zuhörer schlossen sich der Reise an, die Binsdorfer Festhalle war ausverkauft.

Eröffnet wurde der Abend durch die Projektjugendkapelle Binsdorf-Dormettingen. Diese nahm das Publikum mit den Stücken „Treasure Island“ von Bert Appermont und „Selections from Moana“, arrangiert von Jay Bocook, mit auf die Südseeinseln zur Schatzsuche.

Bei „Dream Cruise“ von Satoshi Yagisawa konnten die Besucher in eine fantastische Traumwelt eintauchen. Die Jungmusikerinnen stellten ihr Können eindrucksvoll unter Beweis und überzeugten auch bei ihrer Zugabe, „Straight Fit“ von Thiemo Kraas nochmals überzeugen.

Wilder Westen, Antarktis und Konstantinopel

Nach einer Umbaupause folgte der Konzertteil des Aktivenorchesters der Stadtkapelle Binsdorf. Mit ihrem ersten Stück „The Cowboys“ aus der Feder von John Williams entführten sie in den Wilden Westen. Die fulminante Overture schuf eine prickelnde Atmosphäre im Saal.

Die Reise führte weiter in die Antarktis mit dem Stück „Expedition“ von Oscar Navarro. Dieses barg eine Besonderheit, die es bei der Stadtkapelle noch nie gab, einen Solopart für Cello.

Der Teil malte ein wunderschönes Bild des eindrucksvollen Eisbergmassivs am südlichsten Punkt unserer Erde. Die Ruhe und Unberührtheit der Natur wurde von Oscar Navarro in mitreißende Melodien verpackt, ebenso der Kampf um Leben und Tod fernab der Zivilisation. Das Publikum war restlos begeistert und spendete tosenden Applaus.

Im darauffolgenden Stück „Orient Express“ von Philip Sparke nahm das Orchester richtig Fahrt auf und nahm die Zuhörer auf eine Zugreise durch Europa bis ins frühere Konstantinopel. Mit voranschreitenden Melodien und Zugpfeifen war die Faszination einer Zugreise im ganzen Saal zu spüren.

Reise in die Dinosaurerzeit

Nicht nur ein Orts-, sonder auch ein Zeitwechsel stand danach auf dem Programm: Mit „Jurassic Park Soundtrack Highlights“, ebenfalls komponiert von John Williams, nahmen die Musikerinnen ihre Zuhörer mit zu den Dinosauriern.

Die Stadtkapelle verabschiedete sich mit dem Konzertmarsch Abel Tasman von Alexander Pfluger und beendete ihre Weltreise damit in Neuseeland. Der nicht endende Applaus sprach für die Leistung jedes einzelnen Musikers und jeder einzelnen Musikerin auf der Bühne. Eine Zugabe durfte nicht fehlen.

Zum Abschluss bedankte sich die Vorsitzende Gabriele Nurna bei allen Konzertbesuchern für ihr Kommen sowie bei allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne. Besonderer Dank galt dem Dirigenten Musikdirektor Thomas Michelfeit sowie den Ansagerinnen Hanna Eberhart und Antje Conrad.