Monika Schneider aus Todtnau wurde beim Festakt zum Jubiläum mit dem Nessler-Preis ausgezeichnet.
Hoch emotional gestaltete sich beim Festakt der Stadt die Verleihung des Nessler-Preises. Denn die Preisträgerin Monika Schneider war zu Tränen gerührt als ihr Peter Hauth, Obermeister der Friseur-Innung Lörrach, den Preis übergab. Der Preis, gestiftet vom Nessler-Komitee, ist mit 2500 Euro der höchstdotierte Handwerkspreis. Er wird frühestens alle drei Jahre an eine besonders verdiente und engagierte Persönlichkeit des Friseurhandwerks vergeben.
Ein Denkmal gesetzt
Dass das Andenken von Karl-Ludwig Nessler, dem Todtnauer Erfinder der Dauerwelle, lebendig gehalten werde, sei vor allem Monika Schneider zu verdanken, so Hauth in seiner Ansprache. Sie gehörte 1985 zu den Gründungsmitgliedern des Heimatmuseums Todtnau, heute Kulturhaus, und wollte Nessler ein Denkmal setzen. Aus dem Nessler-Zimmer wurde dann aufgrund der überaus großen Resonanz ein ganzes Museum, das 2006 eröffnet wurde. Im gleichen Jahr wurde in Todtnau „100 Jahre Dauerwelle“ gefeiert. Robert Nessler, Enkel des Erfinders habe damals zu Schneider gesagt: „Sie haben unseren Vater und Großvater wieder näher zu uns gebracht“.
„Spuren hinterlassen
Hauth sprach von einem „ansteckenden Engagement“ und vom „Nessler-Fieber“. Schneider habe „durch ihr stilles, ständiges Tun seit über fünf Jahrzehnten Spuren hinterlassen“.
Zunächst hatte die Friseur-Innung einen Film gezeigt, wie die Dauerwelle heute entsteht und die Models aus dem Film zeigten ihre Frisuren.