Die Stadthalle Museum ist brandschutztechnisch wieder auf dem aktuellen Stand. Foto: Jauch

In den vergangenen beiden Jahren wurde in Sachen Brandschutz bei der Stadthalle Museum nachgerüstet.

Hinter den Kulissen und ohne den laufenden Betrieb zu stören, ist seit Beginn 2022 die Stadthalle Museum brandschutztechnisch saniert worden. Vorausgegangen war der Maßnahme die Erarbeitung eines neuen Brandschutzkonzepts, nachdem bei der für Versammlungsstätten obligatorischen Brandverhütungsschau Mängel an den in die Jahre gekommenen Anlagen festgestellt worden waren. Den Baubeschluss für die Sanierung hat der Gemeinderat im Juni 2021 gefasst, der Bauantrag ist im Herbst 2021 genehmigt worden.

Die größten Probleme der gesamten Gebäudeanlage, bestehend aus der Stadthalle mit verschiedenen Sälen, einem Restaurant und drei Wohnungen waren laut Mitteilung der Stadtverwaltung die fehlenden Brandabschnitte zwischen den unterschiedlichen Nutzungen und eine Vielzahl an nicht abgeschotteten Leitungen durch alle Bereiche und Geschosse. Der Ausführung kam zugute, dass die Gaststätte nicht verpachtet war.

Brandschutzdecke zum Dachgeschoss

In der Küche wurden Lüftungsleitungen mit Brandschutzklappen ausgestattet und Leitungsdurchführungen in das Untergeschoss abgeschottet. Auch die Wohnungen im Altbau waren nicht vermietet, sodass eine Brandschutzdecke zum zweiten Dachgeschoss eingebaut und alle drei Wohnungen grundlegend saniert werden konnten.

In der Stadthalle selbst wurden die Arbeiten in Belegungslücken eingeschoben, um den Betrieb möglichst ungestört aufrecht erhalten zu können. Dies bedurfte vieler Koordinationsgespräche zwischen den beauftragten Firmen und dem Hausmeisterteam vor Ort.

Konzept kostet 335 000 Euro

In der Sommerpause des vergangenen Jahres wurden die meisten Brandschutztüren eingebaut. Ebenso wurden Brandschutzdecken eingebaut, Leitungen abgeschottet und Brandmelder ausgetauscht. Die Sprühwasser-Löschanlage wurde ersatzlos ausgebaut. Bemerkbar gemacht hat sich das neue Brandschutzkonzepts unter anderem an der Fasnet, als der neue Fluchtwegeplan im Europasaal für eine geänderte Anordnung der Tische sorgte. Für die Maßnahmen sind insgesamt 335 000 Euro veranschlagt, Projektleiterin war die seit 25 Jahren im Brandschutz erfahrene Architektin Theresia Weiß vom städtischen Fachbereich Bau und Technik.