Am Rudolf-Maschke-Platz ist es in letzter Zeit zu kleineren Veränderungen gekommen. Um den Platz insgesamt attraktiver zu machen, braucht es neue Ideen. Foto: Markus Schmitz

Ziemlich trostlos ist es auf dem Maschke-Platz, wenn nicht gerade Rummel oder Wochenmarkt stattfinden. Jetzt sind die Ideen der Trossinger gefragt.

Der Rudolf-Maschke-Platz ist so etwas wie die gute Stube der Stadt Trossingen. Doch ein wenig zu groß, oft ein bisschen zu unbelebt, liegt er an vielen Tagen im Jahr verwaist in der Mitte der Stadt. Es gilt zu handeln.

 

Stadtverwaltung, Gemeinderat und Einzelhändler sind sich einig, dass der Platz umgeplant und aufgewertet werden muss. Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern spielt dabei eine wichtige Rolle, sind sie es doch, die den Platz nutzen. Deshalb haben Stadt und Werbegemeinschaft Trossingenactiv den „Maschke-Platz-Check“ auf den Weg gebracht. Noch bis 15. Juni läuft die Umfrage und zu gewinnen gibt es auch etwas.

Flyer werden verteilt

„Mir ist es wichtig, dass die Trossingerinnen und Trossinger an dem Projekt beteiligt sind und der dann neugestaltete Platz die Akzeptanz möglichst vieler Menschen hat“, sagt Bürgermeisterin Susanne Irion. „Es wird nicht einen großen Rundumschlag geben, sondern eine nachhaltige Entwicklung des Platzes und seiner Umgebung. Auch der Verkehr wird ein Thema sein.“

Platz mit Potenzial

Alexander Keller, Vorsitzender von Trossingenactiv, hat gemeinsam mit Ursula Kratt in Kooperation mit der Stadtverwaltung einen Flyer auf den Weg gebracht, der dieser Tage die Trossinger nach ihren Wünschen für den Maschke-Platz fragt. „Der Platz birgt so viel Potenzial, das müssen wir nutzen. Denn Trossingen ist eine attraktive Einkaufsstadt und ein toller Ort zum Leben. Aber eine belebte Stadtmitte, wo man sich trifft, verweilt oder gastronomische Angebote nutzen kann und die Kinder in der Zwischenzeit ihren Spaß haben, das fehlt uns noch“, so Keller.

Rummel verlegen?

Der Rudolf-Maschke-Platz hat aufgrund seiner Lage eine Scharnierfunktion zwischen der Hauptstraße und ihrer Verlängerung, der Straße Marktplatz. „Wir verfolgen zwei Ziele: Der Platz soll durch eine bauliche Umgestaltung sowie Veranstaltungen belebt werden, aber auch jenseits davon eine Aufenthaltsqualität für die Menschen bieten. Dabei spielt natürlich die Frage eine Rolle, ob der Platz auch in Zukunft für den Pfingstmarkt-Rummel nutzbar sein soll oder ob wir die Fahrgeschäfte auf eine Festwiese – die wir noch nicht haben – verlegen.

Brunnenbecken kommt weg

Denn Spielgeräte, Sitzgelegenheiten, Bepflanzungen, Sonnensegel oder andere Gestaltungselemente sind nur bedingt oder gar nicht flexibel. Je mehr wir den Platz gestalten, desto weniger geeignet ist er für den Rummel“, erklärt Susanne Irion. Der Trossinger Künstler Wendelin Matt, der den Brunnen auf dem Maschke-Platz gestaltet hat, hat seine Zustimmung signalisiert, dass das Becken entfernt werden und damit der Brunnen auch Mittelpunkt einer Wasserspielanlage werden könnte.

Weitere Aktionen geplant

„Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen am Maschke-Platz-Check teilnehmen“, sagt Alexander Keller. „So erhalten wir ein Stimmungsbild.“ Die Ergebnisse der Umfrage werden in den weiteren Bürgerbeteiligungsprozess einfließen „Wir geben damit quasi den Startschuss, weitere Aktionen werden folgen und natürlich werden Experten aufzeigen, was machbar ist und was nicht. Ich bin mir sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind und ein Projekt, bei dem so viele Menschen ihr Wissen und ihre Ideen einbringen, gelingen wird“, ergänzt Irion.

Ursula Kratt (links) und Alexander Keller mit Bürgermeisterin Susanne Irion auf dem Rudolf-Maschke-Platz. Foto: Stadt Trossingen

Wer an der Umfrage teilnimmt, kann etwas gewinnen: einen von fünf Einkaufsgutscheinen der Werbegemeinschaft Trossingenactiv im Wert von 100 Euro und einen von zehn Einkaufsgutscheinen im Wert von 50 Euro. An der Umfrage kann man über die Flyer, die in nahezu allen Geschäften in Trossingen ausliegen, über den dort abgedruckten QR-Code oder unter https://t1p.de/dfc3r auf der Homepage der Stadt teilnehmen.