Haigerloch ist zwar klein, aber aus kultureller Sicht erstaunlich vielfältig. Wie könnte man das Angebot besser erkunden als bei einer Themen- oder Stadtführung.
Neun davon wird es zwischen April und Dezember geben. Schön übersichtlich sind sie in einem Flyer zusammengefasst, den man im Kultur- und Tourismusbüro im Haigerlocher Rathaus (Oberstadtstraße 11) abholen kann. Die Infos sind aber auch auf der Homepage der Stadt (www.haigerloch.de) abrufbar.
Die drei Haigerlocher Touristikerinnen haben im Stadtführungsprogramm 2026 sowohl für große als auch kleine Gäste spannende Themen ausgesucht. Neue Blickwinkel eröffnen sich, wenn man nicht nur altbekannte historische Pfaden betritt, sondern auch die unerwarteten Seiten des Städtchens entdeckt.
Garantiert für jeden, so versprechen die Touristikerinnen, ist etwas dabei – nicht nur für jene, die Haigerloch zum ersten Mal entdecken, sondern für alle, die ihr Heimatstädtle neu erkunden wollen.
An diesem Sonntag, 19. April, geht’s los. Bei der Märchenführung unter dem Titel „Im Glanz der Lichtfee“ nimmt Ulrike Stegmiller vom Haigerlocher Kindertheater Orpheus Kinder ab fünf Jahren mit auf eine Reise durch die bunten Fantasieländer des berühmten Künstlers Karl Hurm (†2019). Sie wird den Kindern nicht nur eine Welt voller magischer Tiere zeigen, sondern ihnen auch die Möglichkeit geben, selbst kreativ zu werden. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr vor der Ölmühle in der Pfluggasse, der Kreativ-Nachmittag ist kostenlos. Es wird empfohlen, ein kleines Vesper und etwas zu trinken mitzubringen.
Am Sonntag, 10. Mai, steht die Muttertagsführung mit Egidius Fechter unter dem Motto „Zwischen Blüten und Bahnbrechendem“. Aus der Perspektive starker Frauen wird auf die Geschichte Haigerlochs geblickt, denn sie haben in der Geschichte der Stadt immer wieder bedeutende Rollen eingenommen. Zum Abschluss der Führung, die um 14.30 Uhr beim Atomkeller beginnt, aber auch auf den Römerturm führt, gibt es eine Überraschung für Frauen. An diesem Tag ist die Schüz-Lounge im Alten Pfarrhaus an der Schlosssteige zur Einkehr geöffnet.
Am Sonntag, 14. Juni, endet das erste Halbjahr mit einer Städtlesführung unter der Leitung von Claudia Sailer unter dem Titel „Historisch. Lebendig. Überraschend“. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Eingang zum Römerturm. Von dort aus geht es erst einmal 100 Treppenstufen nach oben. Der Ausblick vom Turm herab auf das pittoreske Städtle entschädigt aber für alle Strapazen. Die evangelische Kirch mit der Nachbildung des „Letzten Abendmahls“ von Leonardo da Vinci wird ebenfalls angesteuert und den Abschluss bildet das Atomkellermuseum, wo Nobelpreisträger Werner Heisenberg an der Spaltung von Urankernen forschte.
Am Sonntag, 19. Juli, rückt die jüdische Vergangenheit Haigerlochs in den Mittelpunkt. Unter dem Titel „Zwischen Stille und Stein“ geht es gemeinsam mit Helmut Opferkuch vom Gesprächskreis Ehemalige Synagoge auf Spurensuche durchs ehemalige jüdische Wohnviertel Haag. Zum Abschluss wird die Dauerausstellung „Spurensicherung – jüdische Geschichte in Hohenzollern“ in der ehemaligen Synagoge (eingeweiht 1783) besucht. Treffpunkt zu der Führung ist um 14.30 Uhr vor der ehemaligen Synagoge.
Am Sonntag, 27. September, darf man sich unter dem Titel „Straßennamen und Stadtgeflüster – Geschichten auf jedem Schild“ auf einen Stadtspaziergang der besonderen Art mit Egidius Fechter freuen. Pfluggasse, Spitalgasse, Pfleghofstraße: Woher kommen diese Namen? Welche Bedeutung haben sie? Welche Geschichten erzählen sie? Man darf auch durchaus überrascht sein, wie viele Persönlichkeiten der Haigerlocher Geschichte in den Straßennamen des Städtles verankert sind. Die Führung beginnt um 14.30 Uhr vor dem Atomkellermuseum. An diesem Tag ist erneut die Schüz-Lounge im alten Pfarrhaus an der Schlosssteige geöffnet. Dort kann man den Tag ausklingen lassen.
Am Sonntag, 18. Oktober, rücken unter dem Titel „Stahl trifft Kunst“ zwei Haigerlocher Museen in den Blickpunkt. Im Atomkellermuseum können Teilnehmer der Museenführung zusammen mit Claudia Sailer Zeuge eines spannenden Kapitels deutscher Forschungsgeschichte werden; in der Ölmühle dürfen sie im Anschluss in die fantastischen Bilderwelten des Malers Karl Hurm eintauchen. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr vor dem Atomkellermuseum. Die Schüz-Lounge im alten Pfarrhaus ist an diesem Tag geöffnet.
Am Samstag, 21. November, heißt es bei der Taschenlampenführung für Familien dann „Licht an, Staunen erlaubt!“. Zusammen mit Claudia Sailer kann man ab 18.30 Uhr in der dunklen St.-Anna-Kirche auf Entdeckungstour gehen und deren Geheimnisse lüften – ein aufregendes Abenteuer, bei dem man nicht nur viel lernt, sondern auch Spaß hat. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr vor der Annakirche. Taschenlampen nicht vergessen!
Am Dienstag, 29. Dezember, endet das Jahr mit einer von Claudia Sailer geleiteten Führung zu der künstlerisch wertvollen Osterrieder Krippe in der Haigerlocher Schlosskirche. Treffpunkt dazu ist um 14 Uhr an der Kirche.