Erich Schüller, einer der meistgesuchten Verbrecher Deutschlands, wurde 1936 in einem Haus an der Staig in Hechingen festgenommen. Foto: Stadt

Geschichte: Thema: "It’s Crime Time" / Los geht’s am Sonntag, 24. Oktober, 14 Uhr

Hechingen. Die Führung "It’s Crime Time – besondere Kriminalfälle in Hechingen" gewährt am Sonntag, 24. Oktober, einen Einblick in die dunkle Welt des Verbrechens. Beginn ist um 14 Uhr am Rathaus.

Als ehemaliger Leiter des Hechinger Polizeireviers, gehörte für Stadtführer Wolfgang Heller der Umgang mit Kriminalität zu seinen täglichen Aufgaben. Deshalb lag es nahe, dass er sich mit der Kriminalgeschichte der Zollernstadt Hechingen befasste. Heller wird bei der Führung über Morde, Hexenprozesse, spektakuläre Gefängnisausbrüche und den Juwelendiebstahl im Jahr 1953 auf der Burg Hohenzollern berichten.

Die Führung beginnt am Marktplatz und wird die Teilnehmer ins 16. Jahrhundert zurückführen, als das Rathaus noch als Gerichtsort diente, wo über schwere Verbrechen geurteilt wurde. Das Gießkännle-Drama um den Hofapotheker und seine Familie im Sommer 1889 zog die Aufmerksamkeit weit über Hechingen hinaus auf sich.

Einer der meistgesuchten Verbrecher Deutschlands

Ein tragischer Mord ereignete sich 1983 in der Apotheke neben dem Rathaus, als der damals 48-jährige Apotheker Klaus Spranger einem Raubmord zum Opfer fiel. An der Staig wurde am 12. September 1936 einer der meistgesuchten Verbrecher Deutschlands, Erich Schüller, festgenommen. Er war der Kopf einer sechsköpfigen Bande von Brüdern, auf deren Konto Einbrüche, Raubüberfälle und ein Raubmord gingen.

Pandemiebedingt ist eine Anmeldung zur Führung beim Sachgebiet Tourismus und Kultur unter Telefon. 07471/ 940119 erforderlich. Die Anmeldung kann bis Freitag, 22. Oktober, 11.30 Uhr, mit Angaben von Namen, Adresse und Telefonnummer erfolgen.