Das große Stadtfest am Samstag, 21. September, hat eine neue Konzeption und bezieht neben dem Handel mehr das Gewerbe ein. Es bleibt nicht mehr auf die Hauptstraße und den Maschkeplatz konzentriert, sondern hat auch Standorte in den Industriegebieten.
Eine Drohne jagt über Trossingen, bildet das Stadtgebiet ab, fliegt in Handelsgeschäfte sowie Betriebe und liefert so in knapp vier Minuten einen Eindruck über die Vielfalt in Wirtschaft und Handel, die sich im Gewerbeverein zusammengefunden hat.
So macht der Verein das große Stadtfest „Trossingen präsentiert sich“, kurz „Trops“, bekannt, das am Kilbemarkt-Samstag in Trossingen stattfinden wird. „Wir hoffen, damit Werbung machen zu können für die Gewerbeschau“, sagt Stefan Kern, Vorsitzender des Gewerbevereins, unter dessen Ägide diese Leistungsschau der Trossinger Wirtschaft und des Handels ausgetragen wird.
Gewerbe einbezogen
Anders als bei den zurückliegenden Auflagen beschränkt sich das Fest nicht auf die Innenstadt, sondern bildet Stationen im Gewerbegebiet Hirschweiden, in Grubäcker und im Schwabenpark, in Neuen und im Hohner-Areal.
Bei der Stadtverwaltung sieht man Synergieeffekte für den Kilbemarkt-Samstag, wie Hauptamtsleiter Ralf Sulzmann sagte. Trotz des neuerdings eher dezentralen Ausrichtung bleibt der Rudolf-Maschke-Platz ein Anziehungspunkt für das Stadtfest. Dort findet von 15 bis 18 Uhr traditionell der Kindernachmittag des Kilbemarktes statt, bevor dann die „Trops“-Abschlussveranstaltung von 18 Uhr an übernimmt. Angekündigt ist dann die Auslosung des Gewinnspiels und die Siegerehrung des Laienpokalschießens, ausgerichtet vom Schützenverein, bevor dann die Partyband der Hochschule bei freiem Eintritt bis etwa 23 Uhr spielen wird.
Busse pendeln
Den Startschuss für „Trops“ geben die Bürgermeisterin und der Gewerbevereinsvorsitzende am Samstag , 21. September, bereits um 11 Uhr in Neuen auf dem Gelände der Firma Straßenbau Walter. Um die verschiedenen Standorte miteinander zu verbinden, wird es einen Bus-Shuttle-Dienst geben, der im 20-Minuten-Turnus zwischen Innenstadt und Gewerbegebieten pendelt. Zwischen Schwabenpark und Hauptstraße wird zudem das bereits bekannte „Zügle“ pendeln. Der veränderte Zuschnitt des Festes könnte zur Dauereinrichtung werden: Nach dem 21. September werde man dies innerhalb des Gewerbevereins aufgrund der dann gemachten Erfahrungen entscheiden, sagte Kern.
Hoher Abstimmungsbedarf
Auf jeden Fall soll es künftig zum jährlichen Wechsel zwischen „Trops“ und dem Kulturformat „Trossingen Open“ kommen, das bei seiner Premiere großen Anklang gefunden hat. „Jeder Besucher findet etwas, das ihn interessiert“, ist sich Kern mit Blick auf das Programm sicher.
So hoffen die Veranstalter auf regen Besuch. Allein im Schwabenpark rechnet Michael Kohn, Geschäftsführer des Efinger-Baumarktes, mit mehr als 10 000 Gästen. In der Innenstadt dürften sich dann Kilbemarkt und „Trops“ gegenseitig befruchten, so dass die Veranstalter auch hier auf gute Frequenz hoffen.
Der Abstimmungsbedarf für eine Veranstaltung in dieser Größenordnung sei sehr groß gewesen, sagte Kern. Doch mit der Resonanz der teilnehmenden Geschäfte und Firmen ist er zufrieden, wobei er mit Blick auf künftige Auflagen durchaus noch Spielraum für eine noch regere Beteiligung sieht.