Die Stadt Haiterbach wird ein neues Stadtentwicklungskonzept auflegen. Kritisch betrachtet wurde im Gemeinderat die Zeitschiene und die Frage, ob man überhaupt was umsetzen kann.
Die Stadt Haiterbach ist eine von 23 Kommunen, die im laufenden Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Landes Baden-Württemberg berücksichtigt ist. Im vergangenen November erhielt man die Bewilligung zur Projektförderung „Haiterbach 2040 – Generationenübergreifende dreifache Innenentwicklung gestalten“. Damit stehen bis zu 33 174 Euro zur Verfügung.
Investieren wird die Stadt Haiterbach zunächst 46 200 Euro. Das Geld fließt nach Beschluss des Gemeinderats in die Erstellung eines Stadtentwicklungskonzepts. Der Auftrag geht an die Firma Reschl Stadtentwicklung, die laut Sitzungsvorlage das wirtschaftlichste Angebot eingereicht hatte.
Zeitlicher Druck
Der Bewilligungszeitraum des Förderprogrammes endet am 31. Dezember, weshalb die Erstellung eines dem Förderprogramm entsprechenden Stadtentwicklungskonzepts zeitnah begonnen werden sollte, heißt es seitens der Verwaltung.
Das sei ein ordentlicher Druck, stellte Karin Killinger (UBL) fest und hakte nach, ob das überhaupt umsetzbar sei.
„Das ist Teil der Ausschreibung“, erklärte Hauptamtsleiterin Maia Stephan. Die Firmen (vier hatte man zur Abgabe eines Angebots aufgefordert) hätten das zugesichert.
UBL-Fraktionssprecher Gerhard Gutekunst hielt fest, dass die Verwaltung mit der Firma klarkommen müsse. Ein Problem hätte er nach seiner Äußerung nur mit der Wahl eines anderen Unternehmens gehabt, das in Haiterbach schon einmal in Sachen Stadtentwicklung tätig war.
Walz hinterfragt Sinnhaftigkeit
Patrick Walz (UBL) sprach hingegen die Sinnhaftigkeit des Vorhabens an: „Ich hoffe, wir haben dann einen sinnvollen Nutzen aus dem ganzen Thema.“ Man müsse sich bewusst sein, dass egal, was rauskomme, es auch Geld kosten werde. Die Frage sei, ob man nutzen könne, was rauskommt.
Ohne dies explizit auszusprechen, bemerkte dies Walz klar im Kontext zur bekanntermaßen angespannten finanziellen Lage der Stadt Haiterbach mit einem negativen Hauhalt.
Vom Landratsamt und seitens des Naturschutzes werde man immer darauf hingewiesen, dass man das Potenzial für Innenentwicklung nutzen solle, sagte Bürgermeisterin Kerstin Brenner. Hinzu komme, dass mit „Kernstadt III“ das letzte aktive Stadtentwicklungsprogramm Ende April auslaufe.